Austria feiert ersten Sieg gegen Kapfenberg

Die Wiener Austria hat im dritten Saisonduell mit dem Kapfenberger SV dank eines 2:1 den ersten vollen Erfolg gegen den Aufsteiger gefeiert.

Joachim Standfest (86.) erzielte im Franz-Fekete-Stadion den entscheidenden Treffer für die Violetten, die damit den vierten Auswärtssieg in dieser Spielzeit fixierten. Nach der Führung für die Gäste durch Jacek Bak (41.) hatte der eingewechselte Bernd Bernsteiner (54.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

Die Austria bliebt nach dem ersten Oberhaus-Erfolg gegen Kapfenberg seit Frühjahr 1967 (1:0 durch einen Treffer von Thomas Parits) weiter im Aufwärtstrend. Der Tabellenvierte holte in den vergangenen vier Bundesliga-Partien zehn Zähler und liegt vor dem Sonntag-Spiel von Red Bull Salzburg weiter zwei Zähler hinter Spitzenreiter Rapid. Die Steirer rangieren zwei Punkte vor Schlusslicht Altach weiter auf Rang acht.

Die zuletzt 5:2 in Salzburg erfolgreichen Obersteirer versuchten auch in heimischen Gefilden mit jener Taktik zu punkten, mit welcher sie bereits in Wien einen Zähler entführt hatten. Vor einer Fünfer-Abwehrkette sowie einem Vierer-Mittelfeld agierte Zimmerman anstelle des erkrankten Kozelsky als Speerspitze. Die Wiener vertrauten erneut auf das bewährte 4-3-2-1-System mit dem Offensivtrio Bazina, Acimovic und Okotie.

Die Gäste begannen die Partie vor 3.250 winterfesten Zuschauern gemächlich. Zwar kontrollierte die Austria das Geschehen, bis auf ein zurecht wegen Abseits aberkanntes Okotie-Tor (18.) zeigten die Violetten aber wenig Nachdruck. Just, als der Aufsteiger durch Zimmerman (35.) erstmals gefährlich vor Safar aufgetaucht war, schlugen die Wiener zum 14. Mal in dieser Saison nach einer Standardsituation zu: Acimovic zirkelte einen Eckball auf Bak, der KSV-Schlussmann Eisl per Hinterkopf bezwang. Kapfenberg wachte nun auf, Erkinger (43.) traf per Fernschuss die Latte.

Kapfenberg-Trainer Gregoritsch reagierte zur Pause und brachte mit Bernsteiner für Erkinger einen zweiten Stürmer. Nachdem Okotie (50.) allein vor Eisl noch die Chance auf die mögliche Vorentscheidung ausgelassen hatte, schlug der Joker postwendend zu. Nach einem Einwurf des kurz darauf mit Knieproblemen ausgetauschten Taboga stellte Bernsteiner per Drehschuss auf 1:1.

Trotzdem erwies sich die Daxbacher-Elf nach Seitenwechsel deutlich aktiver, wenngleich sie wie durch Sulimani (64./Eisl pariert) die besten Möglichkeiten leichtfertig vergab. Als schon alles auf das dritte Remis im dritten Saisonduell hindeutete, verlor die Defensive der “Falken” bei zunehmend nebelig werdenden Wetterverhältnissen doch noch einmal den Durchblick. Nach Suttner-Querpass drückte Standfest den Ball über die Linie.


Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): “Tore passieren durch Fehler. Es ist sehr schade, zweite Halbzeit war es ein sehr gutes Spiel. Heute war es unsere unverdienteste Niederlage. Schade, dass die Zuschauer und die Spieler durch die Nebelsuppe beeinträchtigt waren. Die Cleverness und Chancenauswertung hat gefehlt. Meiner Mannschaft kann ich nichts vorwerfen, das war von den drei Spielen (gegen Austria, Anm.) unser bestes Match. Gerade das haben wir verloren.”

 

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): “Von der Spielkultur her gesehen war die Austria über 90 Minuten die bessere Mannschaft. In Kapfenberg werden noch andere Mannschaften Probleme haben. Ich bin optimistisch, dass wir nun auch gegen Rapid bestehen können.”

Joachim Standfest (Austria-Torschütze): “Wir haben gewusst, dass Kapfenberg defensiv sehr gut steht. Mit dem 1:1 war es eine enge Partie, bei meinem Tor habe ich nur noch den Fuß hinhalten müssen.”


Kapfenberger SV Superfund – FK Austria Wien 1:2 (0:1)
Franz-Fekete-Stadion, 3.250, SR Gangl

Torfolge: 0:1 (41.) Bak, 1:1 (54.) Bernsteiner, 1:2 (86.) Standfest

Kapfenberg: Eisl – Siegl, Taboga (57. Schellander), Fukal, Stepanek (66. Schönberger), Osoinik – Lienhart, Erkinger (46. Bernsteiner), Liendl, Felfernig – Zimmerman
Austria: Safar – Standfest, Bak, Dragovic, Suttner – Krammer (46. Madl), Blanchard, Sulimani (90. Troyansky) – Bazina, Acimovic – Okotie

Gelbe Karten: Bernsteiner bzw. Krammer
Die Besten: Eisl, Lienhart, Zimmerman bzw. Acimovic, Sulimani, Bak

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