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Austria: Ein Auf und Ab in Violett

Eine turbulente Saison hat die Wiener Austria hinter sich gebracht.

Doch vor den Augen der legendären Mannschaft, die 1978 für die Austria im Europacupfinale der Cupsieger stand, schlugen die Violetten Wacker Innsbruck und qualifizierten sich damit zum sechsten Mal hintereinander für einen europäischen Cup-Bewerb. Ein schöner Abschluß für die Violetten rund um Neo-Coach Karl Daxbacher, doch es wäre sportlich mehr möglich gewesen, wie das folgende Saisonresümee zeigt.

Die Austria startete fulminant in die Saison 2007/08. Erst in der zehnten Runde gab es bei Austria Kärnten die erste Niederlage für die Veilchen. Der Rekordcupsieger erreichte ebenso zum dritten Mal den Einzug in die UEFA-Cup-Gruppenphase.

Vom Eurofighter zum Eurokrepierer
Während sich die Violetten mit zwei Heimsiegen und zwei Auswärtsremis in Jablonec und Oslo relativ souverän für die Gruppenphase qualifizieren konnte, setzte es in den Einzelspielen gegen Bordeaux, Helsingborg und Panionios Athen verdiente Niederlagen. Im letzten Gruppenspiel erreichte die Austria bei Galatasaray Istanbul, gegen die bereits für die nächste Runde qualifizierten Türken, ein 0:0. An Sanel Kuljics schwankender Saisonform lässt sich auch der sportliche Werdegang des Rekordcupsiegers ablesen. Der österreichische Torschützenkönig von 2006 erzielte von Ende Juli bis Ende Oktober 2007 in elf Pflichtspielen (Bundesliga + Europacup) neun Treffer für die Veilchen. Das ergibt einen sensationellen Torschnitt von 0,82 Tore pro Spiel (Gesambilanz 2007/08: 39 Pflichtspiele/ 16 Tore; 0,41 Tore pro Spiel)! Eine Bilanz an die das Stürmerass die restliche Saison über nicht mehr anknüpfen konnte.

Rot-Weiß-Rote Überstunden
Austrias Leistungen in der Meisterschaft und den anfänglichen Europacupspielen überzeugte auch Teamchef Hickersberger. Bei den Länderspielen gegen die Schweiz und die Elfenbeinküste im Oktober 2007 kickten einmal fünf und einmal sechs Austriaspieler im österreichischen Nationalteam. Beim 3:2 Sieg gegen die Elfenbeinküste trafen mit Standfest und Kjulic zwei Violette. Gegen England und Tunesien im November spielten fünf, bzw. vier Austrianer für Österreich. In Hickersberger Großkader für die EURO 2008 schafften es mit Schiemer, Standfest, Gercaliu und Kuljic vier Austriaspieler. Die Mehrfachbelastungen (Meisterschaft, Nationalteam, Europacup) führten zu verletzungsbedingten Ausfällen bei den Favoritnern. Die gute Form ging ebenfalls verloren und nur mit Mühe wurde man Herbstmeister vor dem Aufsteiger LASK. Doch das katastrophale Jahresfinish – nur ein Sieg in fünf Spielen – bedeutete die Überwinterung auf Rang Drei aufgrund des schlechteren Tordifferenz. „Winterkönig“ wurde Sturm Graz vor Red Bull Salzburg.

Schirifehler zwingen Austria in die Knie
Das Frühjahr begann für die Veilchen äußerst erfolgreich. Sieben Punkte in drei Spielen bedeutete die Etablierung im Führungsfeld hinter dem LASK und die Hoffnung auf den Meisterteller. Doch in der darauf folgenden Doppelrunde gegen das Linzer Überraschungsteam kam alles anders: Beim Heimspiel wurde ein regulärer Treffern von Hannes Aigner in der Schlussphase wegen Abseits aberkannt: Eine Fehlentscheidung, die der Austria zwei Punkte kostete. Drei Tage später entschied der Schiedsrichter und sein Assistent beim vermeitlichen Ausgleichstreffer von Standfest in der 85.Minute auf Abseits: Null Punkte statt einem Punkt.
Manager Markus Kraetschmer, der Trainerstab und die Spieler waren außer sich. Von diesem Fehlpfiff-Schock sollte sich die Austria nicht mehr erholen. Es folgte eine Heimniederlage gegen Kärnten und Zellhofers überstürzte Rücktrittserklärung für nach Saisonende sorgte vor dem Wiener Derby für Unruhe bei der Austria. Gegen Rapid spielten die Violetten katastrophal, es setzte daher es eine verdiente 0:2 Niederlage.
Der angeschlagene Zellhofer wurde daraufhin beurlaubt. Austria fehlte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Punkte auf einen UEFA-Cup-Startplatz, doch dann sorgte Sportmanager Parits für ein Comeback von Didi Constantini auf der Trainerbank der Favoritner.

Feuerwehrmann Constantini
Europacupspezialist Constantini führte die Austria im Frühjahr 2002 nach einer grandiosen Rückrunde noch in den UEFA-Cup. Im März 2006 gelang ihm dieses Kunststück als Kurzzeittrainer auch beim SV Pasching.
Alle guten Dinge sind Drei: Der Tiroler betreute die Austria in der Rückrunde 07/08 für die letzten sechs Spiele. In seiner zweiten Austria-Ära gab es vier Siege, ein Remis und nur eine Niederlage. Die Violetten sind damit wieder für den Uefa-Cup qualifiziert und haben gute Chancen wieder die Gruppenphase zu erreichen.
Dank des guten Klubkoeffizienten darf sich die Austria wieder berechtigte Hoffnungen machen in der Qualirunde und bei Weiterkommen in der 1.Runde gesetzt zu sein. Danach wartet die Gruppenphase.

Sportal/Philipp Glanner

Mehr Infos zum diesem Thema auch unter www.sportal.at

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