Austria bittet Sturm in Wien zum Spitzentanz

Der Schlager der 15. Bundesliga-Runde steigt am Sonntag in Wien.

Der FK Austria empfängt den nur zwei Punkte zurückliegenden SK Sturm Graz, wobei es für beide Seiten darum geht, dranzubleiben. Die Violetten sind im Horr-Stadion seit zehn Partien ungeschlagen, Sturm hat zuletzt am Verteilerkreis vor fast einem Jahr (2:1 am 9. Dezember 2007) gewonnen.

Die Favoritner, deren jüngste Niederlage vor eigenem Publikum vom 5. März (0:1 gegen Austria Kärnten) datiert, sehen sich als Favoriten. “Zu Hause müssen wir uns als solche bezeichnen, wenngleich Sturm zuletzt imponierende Resultate und viele Tore erzielt hat”, sagt Austrias Feldherr Karl Daxbacher, der am Mittwoch den knappen Cup-Aufstieg der Steirer in Horn durch ein Hechtsprung-Kopfballtor Kienzls in der Nachspielzeit (93.) live im Waldviertel miterlebt hat.

So wie der Ostliga-Spitzenreiter wird sich der Rekord-Cupsieger gegen Sturm sicher nicht präsentieren. “Wir müssen aktiv nach vorne spielen, die Fans müssen sehen, dass die Mannschaft auf Sieg spielt und die drei Punkte unbedingt holen möchte”, kündigte Daxbacher an. Sturm verfüge über sehr viel Offensivstärke und mache auch auswärts viele Tore. “Wir sind gewarnt, dürfen uns keine Schwächen erlauben.”

Der 55-Jährige muss weiterhin auf Hattenberger (Schulter-Operation) und Sun, der am Mittwoch erstmals nach seinem Muskelfasereinriss im Oberschenkel wieder trainierte, und auf Dragovic (Muskelfasereinriss am Hüftbeuger) verzichten. Im Lager der Grazer ist Regisseur Muratovic, der am Mittwoch beim Cup-Aufstieg pausieren musste, wegen einer Bänderblessur im rechten Knöchel fraglich.

Franco Foda weiß um die Heimstärke des Gegners, doch Angst kennt der Deutsche keine. “Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken, sind in der Lage an jedem Tag jede Mannschaft zu besiegen”, sagt der Sturm-Trainer, dessen Truppe das ja vor knapp einem Jahr auch in Wien bewiesen hat. Sturm fahre wieder in die Bundeshauptstadt, um etwas mitzunehmen. Nach drei Liga-Siegen in Serie (15:5 Tore) sowie dem Erfolg im Cup sind die Erwartungen mehr als berechtigt.

Sturm hat von den sieben Auswärtspartien der Saison drei gewonnen und vier verloren. “Wir haben auch eine ganz andere Messlatte als Salzburg, Austria und Rapid. Die drei Vereine sind vom Kader, dem Potenzial viel höher einzuschätzen als wir”, stellt Foda fest und meint damit, dass sich die Blackies recht wohl fühlen in der Rolle des gefährlichen Außenseiters. Auch gegen eine konstante Austria, die über eine sehr gute Mannschaft mit vielen Möglichkeiten verfüge, meinte Foda.

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