Austria bei Remis gegen Ried glücklos

Schumacher (gegen Oliver Glasner) blieb blass
Schumacher (gegen Oliver Glasner) blieb blass ©APA
Die Wiener Austria hat den von Trainer Karl Daxbacher geforderten Pflichtsieg gegen die SV Ried verpasst. Der Europacup-Starter musste sich im Heimspiel gegen die Innviertler am Mittwoch mit einem 1:1 (0:0) zufriedengeben.
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Kurz nach der Austria-Führung durch den eingewechselten Mamadou Diabang (68.) sorgte Atdhe Nuhiu (71.) für den glücklichen Punktegewinn der Gäste.

Die Austria, die am 1. Oktober gegen Nacional Funchal wieder im Europa-League-Einsatz ist, schob sich trotz des Remis auf den zweiten Tabellenrang hinter Meister Salzburg vor. Ried, das im 25. Auftritt im Horr-Stadion bei nur einem Sieg das fünfte Unentschieden verbuchte, bleibt Achter.

Die Wiener durfte gegen die Rieder wieder auf Regisseur Acimovic vertrauen. Schumacher und Liendl liefen erstmals im violetten Trikot von Beginn weg ein, Teamverteidiger Dragovic wurde vom Austria-Coach eine Pause gegönnt. Die zuletzt im Cup erfolgreichen Favoritner starteten gegen die seit nun sechs Runden sieglosen Innviertler auch mit viel Elan. Klein (6.), Liendl (14., 26.) und Suttner (27.) gefährdeten die Torsperre der Gäste nachhaltig.

Je länger die SV Ried, bei der U21-Teamstürmer Nuhiu sein Debüt in der Startformation gab, aber das torlose Unentschieden hielt, desto besser stellten sich die Oberösterreicher in der Defensive auf den Gegner ein. Offensiv waren die “Wikinger”, die nun bei sechs Saisontreffern in acht Spielen halten, bis auf einen Gewaltschuss von Schrammel (9.) kaum zu sehen. Für die Austria zeichnete sich spätestens nach einer halben Stunde Spielzeit das befürchtete Geduldsspiel ab.

Kurz nach Seitenwechsel hatte die Gludovatz-Elf zunächst sogar die Führung auf dem Fuß, ein Lexa-Zuspiel auf Nuhiu (55.) fiel aber zu ungenau aus. Daxbacher hatte da schon reagiert, und Diabang für den unscheinbaren Schumacher gebracht. Der in Bilbao zuletzt unglücklich agierende Senegalese dankte es seinem Trainer und erzielte nach einem Rieder Abwehrfehler und Vorlage von Sturmpartner Jun auch das fällige 1:0.

Ein kollektives Nickerchen auf der Gegenseite ebnete Ried aber nur drei Minuten später den Ausgleich: Nuhiu traf nach einem Eckball aus kurzer Distanz, für den Ex-Kärntner war es sein erster Treffer für die Innviertler. Die Austria brachte mit Topic einen weiteren Angreifer, der Siegestreffer wollte aber auch mit drei Stürmern nicht fallen. Dazu gesellte sich auch noch Pech: Diabang traf mit Stange (80.) und Latte (82.) zweimal nur Metall.

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): “Das Ergebnis ist enttäuschend, nicht aber die Leistung. Aufgrund der Leistung hätten wir den Sieg verdient. Vielleicht haben wir auch zu viel riskiert und so Konter ermöglicht. Von der Mannschaft kann ich nicht mehr verlangen als eine gute Leistung, laufen und kämpfen. Jeder hat sein Bestes gegeben, wir haben eben den Ball nicht hineingebracht.”

Mamadou Diabang (Austria-Torschütze): “Es war einfach Pech. Es war mehr drin, aber am Ende ist es nur ein Punkt. Ich bin nicht zufrieden. Wir müssen mehr Gas geben in den nächsten Spielen. Wenn wir am Samstag (in Mattersburg, Anm.) gewinnen, ist alles okay.”

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): “Ein Punkt ist okay gegen so eine starke Austria. Vielleicht hätten wir die Defensive noch stärken müssen und zwei Konter besser ausspielen. Wir haben zu einem ansehnlichen und spannenden Spiel beigetragen. Der Punkt tut für das Derby am Sonntag gegen den LASK gut.”

Atdhe Nuhiu (Ried-Torschütze): “Jeder hat für jeden gekämpft, das war unsere Stärke. So haben wir das Glück erzwungen.”

Fußball-tipp3-Bundesliga – 8. Runde
FK Austria Wien – SV Josko Ried 1:1 (0:0)
Wien, Horr-Stadion, 7.643, SR Eisner

Torfolge: 1:0 (68.) Diabang, 1:1 (71.) Nuhiu

Austria: Safar – Standfest, Bak, Ortlechner, Suttner – Klein (77. E. Sulimani), Baumgartlinger, Liendl (80. Topic), Acimovic – Jun, Schumacher (52. Diabang)
Ried: Gebauer – Hadzic, Glasner, Burgstaller – Brenner, Hackmair, Schrammel – Lexa (93. Grasegger), Mader (60. Ziegl), Drechsel (79. Nacho) – Nuhiu

Gelbe Karten: Baumgartlinger bzw. Glasner, Mader, Schrammel, Gebauer
Die Besten: Baumgartlinger, Liendl, Safar bzw. Burgstaller, Hackmair, Glasner

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