Australien und Japan Topfavoriten für Asien-Cup

Die "Socceroos" werden als Mitfavoriten gehandelt
Die "Socceroos" werden als Mitfavoriten gehandelt
Nach dem Debakel bei der WM in Brasilien - zwölf Spiele, null Siege - sucht Asiens Fußball ab Freitag seinen Meister. Austragungsort des Asien-Cups 2015 ist erstmals in der Geschichte Australien. Die Australier, die seit 2006 dem asiatischen Verband angehören, werden gemeinsam mit Rekordsieger Japan als Topfavoriten gehandelt. Die Herausforderer werden von Südkorea und dem Iran angeführt.


Australiens Teamchef Ange Postecoglou setzt vor dem Eröffnungsspiel am Freitag (9.30 Uhr MEZ) in seiner Heimatstadt Melbourne gegen Kuwait voll auf den Faktor Heimvorteil. “Die Spieler können den Anpfiff des Turniers nicht mehr erwarten. Wenn sie ins ausverkaufte Stadion hinausgehen, werden sie noch einmal um einige Zentimeter wachsen”, meinte Postecoglou.

Austria-Wien-Legionär James Holland steht nicht im australischen Aufgebot. Deshalb befindet sich kein einziger Kicker aus der österreichischen Bundesliga in den offiziellen 23-Mann-Kaderlisten der 16 Teilnehmer.

Japan hat die jüngste Auflage 2011 in einem dramatischen Endspiel im Elferschießen gegen Australien gewonnen. Mit dem vierten Titel stiegen die Japaner damit zum alleinigen Rekordgewinner auf. “Der Asien-Cup ist ein extrem schwieriges Turnier. Wir werden hart arbeiten müssen, um den nächsten Titel zu holen”, erklärte Japan-Mittelfeldspieler Yasuhito Endo vor dem Turnierstart.

Im ersten Match wartet am Montag (6.00 Uhr) mit Palästina der größte Außenseiter des Turniers. Palästina hat erstmals die Qualifikation für den Asien-Cup geschafft. “Das ist eine historische Chance für uns”, sagte Stürmer Ashraf Nu’man. “Wir wollen beweisen, dass sich unser Team trotz widriger Umstände weiterentwickelt”, betonte Nu’man.

Sein Team hatte zuletzt immer wieder mit Problemen bei der Ausreise aus Gaza zu kämpfen gehabt. So hatten es im September 2014 nur 14 Spieler zum “Friedens-Cup” auf die Philippinen geschafft.

Der Iran geht als aktuell bestes asiatisches Team in der FIFA-Weltrangliste ins Turnier (Rang 51). Der Star ist nach wie vor der Trainer, die Iraner werden nämlich vom ehemaligen Real-Madrid-Coach Carlos Queiroz betreut. “Wir sind seit der WM nicht besser, sondern schlechter geworden”, meinte Queiroz und stapelte angesichts einer misslungenen Vorbereitung tief. Der Iran, der zuletzt 1976 das Turnier gewann, hat seit der WM lediglich zwei Testpartien bestritten und setzt in Australien auf ein junges Team.

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