Ausschreibung wird ausgearbeitet

Proteste der Richterschaft &copy APA
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Trotz heftiger Proteste der Wiener Richter und Staatsanwälte hält das Justizministerium am Bau eines zweiten Landesgerichts fest. Die Ausschreibung wird in den nächsten Tagen fertig, meldet ORF on.

In der Ausschreibung für das Großprojekt steht kein genauer Standort. Die Bauträger sollen selbst ein geeignetes Grundstück vorschlagen. Dieser unübliche Vorgang soll laut Justizministerium mehr Wettbewerb und daher Einsparungen bringen.

Tatsächlich hat der Aufschub der Standort -Entscheidung einen willkommenen Nebeneffekt. Es bleibt laut Ministerium mehr Zeit um die Frage zu klären, wie sich das neue Landesgericht vom bestehenden Grauen Haus abgrenzen wird, ob nach örtlichen oder sachlichen Kriterien.

Standort noch nicht klar

Sechs Bezirke kommen als Standort für das umstrittene zweite Straflandesgericht in Frage. Es sind der 2., 3., 11., 20., 21. und 22. Bezirk. Gegen den geplanten Bau eines zweiten Landesgerichts gab es Proteste von Seiten der Wiener Richter und Staatsanwälte.

Die Eckdaten des Bauprojektes

Die Baukosten betragen 50 bis 70 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt von der Bundesimmobiliengesellschaft, die auch die EU-weite Ausschreibung durchführt. Das Ministerium wird das Gebäude dann für mehrere Millionen Euro pro Jahr anmieten. Bezugsfertig sollen Gericht und Gefängnis in drei Jahren, also Ende 2008 sein.

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