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Ausschreibung der Moser-Nachfolge bei ÖBB

Die Nachfolge von Josef Moser, dem neuen Rechnungshofpräsidenten, bei den ÖBB wird ausgeschrieben. Das hat der Aufsichtsrat der Bundesbahnholding am Donnerstag beschlossen.

Weitere Personalentscheidungen konnten nicht gefällt werden, da die Gewerkschaftsvertreter aus Protest gegen Postenbesetzungen geschlossen aus der Sitzung auszogen und das Gremium danach nicht mehr beschlussfähig war.

„Es ist viel diskutiert worden und wenig herausgekommen“, meinte ein Kapitalvertreter nach der Sitzung zur APA. Er habe Verständnis für den Auszug der Gewerkschaft, die Argumente seien nachvollziehbar gewesen. Nach dem Abgang Mosers gehe es bei den ÖBB „drunter und drüber“, so der Kapitalvertreter. Bis zur Nachbesetzung des Vorstandspostens in der Holding werde es mindestens bis in den Herbst dauern. Wer bis dahin für den Bereich Infrastruktur die Finanzierungsverhandlungen mit den Ministerien führen werde, sei unklar. „Das wird ein schwieriges Unterfangen“, meint der Aufsichtsrat, der nicht namentlich genannt werden möchte. Wie berichtet, soll im Bahnbaubudget für 2005 eine Finanzierungslücke von mindestens 400 Mio. Euro klaffen. Dabei geht es dem Vernehmen nach vor allem um Zinsleistungen für die Bahnschulden. Moser soll darüber bereits intensiv mit dem Finanzministerium verhandelt haben, heißt es aus den ÖBB.

Kritik kommt aus dem Aufsichtsrat aber auch an der Einmischung der Politik. Von einer unpolitischen Postenbesetzung könne keine Rede sein, meint der Kapitalvertreter. Als mögliche Kandidaten für die Moser-Nachfolge waren zuletzt der frühere FP-Verkehrsminister Reichhold, ÖBB-Personen- und Güterverkehrschef Schmidt sowie der frühere FP-Nationalrat und derzeitige Schig-Vorstand Gilbert Trattner gehandelt worden. „Das Chaos in der ÖBB ist perfekt“, kommentierte SP-Verkehrssprecher Eder die Sitzung des Aufsichtsrats. Die Grünen sehen die Bundesregierung bei ihrem „Prestigeprojekt ÖBB-Reform“ bereits weit hinter dem Zeitplan.

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