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Auslöser war Sternschnuppe

Die mysteriösen Himmelsphänomene in der Nacht auf Sonntag sind nach Angaben des deutschen Experten Otto Guthier durch eine große Sternschnuppe verursacht worden.

„Wir können definitiv ausschließen, dass Weltraummüll oder Überreste eines Satelliten die Ursache der Lichtblitze gewesen sind“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim am Sonntag in einem dpa-Gespräch. Seine Vereinigung kontrolliert das deutschlandweite Meteornetz, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt alle Himmelsphänomene fotografisch aufzeichnet.

„Es handelte sich um eine ’Feuerkugel’, also eine Sternschnuppe von großer Masse“, sagte der Experte. Nach der Auswertung der Bilder könne man davon ausgehen, dass die Sternschnuppe mehrere 100 Kilogramm schwer gewesen sei. „Sie flog in Nord-Süd-Richtung und drang im Bereich des Ammersees in die Atmosphäre ein“, berichtete Guthier. Trotz des großen Masse sei nicht sicher, ob es einen Einschlag auf der Erde gegeben habe. „Es ist möglich, dass sie noch über dem Erdboden verglüht ist.“ Auch die von Ohrenzeugen wahrgenommenen Explosionsgeräusche müssten nicht von einem Aufprall herrühren: „Wenn ein Feuerball verglüht, kommt es ebenfalls zu Geräuschen wie bei einer Explosion.“ Eine so große Sternschnuppe sei sehr selten.

Insgesamt sei der Beschuss der Erde mit kleinsten Himmelskörpern jedoch alltäglich, sagte der Bochumer Diplom-Physiker Peter Riepe von der Astronomischen Gesellschaft Bochum/Melle. „Pro Jahr gehen mehrere 1.000 Tonnen Gestein aus dem All auf die Erde nieder.“ Bei den Himmelsphänomenen sei zwischen Sternschnuppen, Meteroren und Meteoriten zu unterscheiden. „Sternschnuppen oder Meteore beschreiben nur das Phänomen der Lichtstreifen am Himmel.“ Erst wenn ein fester Körper auf die Erde falle, spreche man von Meteoriten. Überrascht zeigte sich Riepe, dass jetzt im April ein solches Phänomen zu beobachten war. „Normalerweise sind vor allem Mitte August viele Sternschnuppen – die so genannten Perseiden – zu beobachten. Der April ist in der Hinsicht eigentlich ein sehr ruhiger Monat.“

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