Ausgesperrte Life-Ball-Gäste: Stadt Wien will mit Gery Keszler Lösung finden

Die Stadt Wien will mit Gery Keszler nun Lösungen finden.
Die Stadt Wien will mit Gery Keszler nun Lösungen finden. ©AP
Beim Life Ball 2013 hat es einige Probleme beim Einlass der Gäste ins Wiener Rathaus gegeben. Daraufhin kritisierte Organisator Gery Keszler via Facebook die "behördlichen Auflagen". Man müsse sich die "Frage stellen, ob ein Life Ball im Rathaus noch möglich ist". Nun meldet sich die Stadt zu Wort.
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Beim Life Ball im Rathaus

Es sei keine “behördliche Sperre” verfügt worden, stellte Wolfgang Schieferle, Chef der MA 36 (Veranstaltungsbehörde) am Mittwoch klar. Gemeinsam mit Life Ball-Organisator Keszler soll nun eine Lösung gesucht werden.

Zahlreiche Gäste haben das diesjährige Charity-Event nicht in guter Erinnerung – vor allem jene, die ins Innere des Rathaus wollten, aber nicht durften. Ihren Unmut hielten sie auf der Life Ball-Facebook-Seite fest: “kein aufgang in den 1.stock (…) am direkten weg – nur leider wohin sonst, ist nicht zu erfahren. eine odyssee durch verstopfte gänge bis zum aufgang in den 1. stock beginnt, und dann – ende. ignorante + überforderte securities versperren den weg, man erfährt nicht, warum es nicht weitergeht, muss aber mitansehen, wie ständig ‘mitarbeiter’ oder ‘VIPs'(?) durchgelassen werden oder einfach die, die sich gnadenlos durchdrängen und andere über den haufen rennen”, so eine Userin.

Gery Keszler: Kritik via Facebook

In einer Stellungnahme via Facebook betonte Keszler daraufhin: “Für den Life Ball 2013 erfolgte ein Beschluss der Behörde, bei Kapazitätsproblemen im Rathaus bereits im unteren Bereich des Stiegenaufgangs abzusperren.” Dabei kritisierte er: “Diesen Beschluss strikt durchzuziehen und frierende Menschen nicht zumindest Einlass in das Treppenhaus bzw. Zugang zu den Garderoben zu ermöglichen, ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar.”

Wie Schieferle erklärte, habe Behörde im Vorfeld eine Bewilligung erteilt, die auf dem Gutachten einer privaten Sicherheitsfirma basiere. Diesem zufolge habe das erste Obergeschoß des Rathauses einen Fassungsraum von 2.960 Personen, was dem Veranstalter auch bekannt gewesen sei. Sollte diese Anzahl überschritten werden, hätte das Ordnerpersonal zu reagieren und eine temporäre Sperre einrichten – was schließlich auch geschehen sei.

Wetterlage heuer anders beim Life Ball

Insgesamt waren 3.500 Gäste auf dem Ball – laut Schieferle etwa gleich viele wie im Vorjahr. Auch der Fassungsraum hätte sich in der Vergangenheit im gleichen Rahmen bewegt. Der Unterschied heuer war: Aufgrund der Wetterlage – es war für die Jahreszeit ausgesprochen kalt – strömten die oftmals leicht bekleideten Menschen ins Innere. In den Vorjahren hätten sich die Besucher besser verteilt und auch im Freien, im Arkadenhof, gefeiert, so der MA 36-Chef.

Keszler ist unterdessen erbost: “Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob unter den gegebenen behördlichen Auflagen die Durchführung eines weiteren Life Ball im Rathaus noch möglich ist.” Soweit will es die Stadt aber nicht kommen lassen. “Wir werden natürlich das Gespräch suchen mit Herrn Keszler”, so Schieferle. Man wolle eine Lösung finden, so dass es zu dieser Problematik künftig nicht mehr komme.

Besucher ausgesperrt: Empörung

Erzürnt waren die Besucher aber nicht nur über die Einlasssperre, sondern auch darüber, dass der Festsaal bis auf einen schmalen Durchgang den VIPs vorbehalten war. Dort ging unter anderem die “Voguing Ball Show” mit Sängerin Fergie und Kelly Osbourne in der Jury über die Bühne. “Normale” Besucher konnten das Geschehen nur aus der Ferne beobachten.

“Auch der Festsaal ausschließlich für VIPs – No Go. Panik der vorbeigehenden ‘Schaulustigen’ inklusive, weil in dem dortigen durch die Absperrung erzeugten Enge wirklich Gefahr für kleine Menschen bestand”, war in einem Posting zu lesen.

Tatsächlich war am Ballabend kaum mehr ein Durchkommen im Festsaal-Bereich möglich. Absperrbänder und Securitys des Veranstalter trennten die normalen Besucher von VIP-Gästen.

(APA)

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