Auschwitz - Gedenken im Parlament in Wien

70 Jahre Befreiung von Auschwitz
70 Jahre Befreiung von Auschwitz ©EPA
Auch im Hohen Haus in Wien ist am Dienstag, dem 27. Jänner der Holocaust-Opfer und der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vor 70 Jahren gedacht worden.

“Die Verbrechen, die mit der Befreiung beendet wurden, bleiben in der europäischen Geschichte unvergessen”, sagte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) in ihrer Eröffnungsrede laut Aussendung.

Auschwitz-Gedenken

“Es war ein langer Weg, bis Österreich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der jüngsten Geschichte gefunden hat”, fügte Bures hinzu. “Wir zeigen unmissverständlich, dass Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz keinen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen dürfen und werden.” Es ist das vierte Mal, dass das österreichische Parlament der Auschwitz-Befreiung gedenkt.

Der Ex-Chefredakteur der “Jerusalem Post” Ari Rath, 1925 in Wien geborener Jude, der 1938 vor den Nazis nach Palästina flüchtete, berichtete bei dem Gedenken über seine Erfahrungen als Jugendlicher und die Konsequenzen, die er daraus gezogen hat. Im Anschluss an die Veranstaltung im Parlament wollte die zivilgesellschaftliche Plattform “Jetzt Zeichen Setzen” eine Gedenkveranstaltung vor dem Weihraum des Äußeren Burgtores am Heldenplatz abhalten.

Johannes Schwantner, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/innen, sagte unterdessen dem SPÖ-Pressedienst: “Die Tatsache, dass Antisemitismus und Rassismus nach wie vor grassieren, zeigt, dass wir umso stärker für unsere Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Antifaschismus eintreten und Rassismus und Hetze entschlossen bekämpfen müssen.” Zugleich übte Schwantner Kritik an der FPÖ: “Wir dürfen daher auch nicht schweigen, wenn ein Herr Strache zum wiederholten Mal mit widerlichen Nazi-Vergleichen auffällig wird.” Die NS-Vergleiche der FPÖ seien ein “Schlag ins Gesicht” jener, die vom NS-Regime zu Tode gebracht wurden.

(APA)

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