Auftakt der Aktion "16 Tage gegen Gewalt"

Symbolfoto &copy APA
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Am 25. November, dem "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen", startet in Österreich die Aktion “16 Tage gegen Gewalt“, die auf die Misshandlung von Frauen aufmerksam machen will.

Am Dienstag haben sich deshalb der Wiener Polizeipräsident Peter Stiedl und Frauenstadträtin Sonja Wehsely (S) gemeinsam den Kampf gegen diese Form der Gewalt auf die Fahnen geschrieben. Sie hissten ein Banner der Menschenrechtsorganisation „Terre des femmes“ mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ am Gebäude der Bundespolizeidirektion in Wien.

Fahnen an allen öffentlichen Gebäuden

Seit 23 Jahren wird am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Seit 1991 starten an diesem Datum auch die “16 Tage gegen Gewalt“. Aus diesem Anlass werden wieder in ganz Österreich an Rathäusern und anderen öffentlichen Gebäuden bis zum 10. Dezember die Fahnen gehisst. Auch voraussichtlich 14 Wiener Bezirksämter werden sich wieder an der Aktion beteiligen.

Heuer erstmals dabei ist nun auch die Bundespolizeidirektion Wien. „Die Dunkelziffer betreffend Opfer von Gewalt innerhalb der Familie ist enorm hoch“, erläuterte Stiedl die Motivation der Polizei für das Engagement. „In Wien nehmen die Wegweisungen und Betretungsverbote von Jahr zu Jahr“, berichtete der Polizeipräsident.

Zahl der Anzeigen steigt

Dies sei de facto aber erfreulich, bestätigte Wehsely, da nicht die Zahl der Delikte steige, sondern die Zahl der Delikte, die zur Anzeige gebracht würden. Wurden in Wien im gesamten Jahr 2003 noch 1.364 Wegweisungen ausgesprochen, so seien es heuer allein bis August 1.008 gewesen, berichtete man im Wehsely-Büro. Bei den Betretungsverboten seien 2003 1.702 Fälle verzeichnet worden – heuer bis August bereits 1248.

Zwar werde jede fünfte Frau in Österreich im Lauf ihres Lebens einmal Opfer von Gewalt in ihrer Beziehung oder Ehe, schätzte Wehsely. „Die Fälle, in denen Frauen behaupten, sie seien gestürzt, um ihr blaues Auge zu erklären, werden aber weniger“, freute sich die SP-Politikerin.

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