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Aufnahmetest für Medizin-Studium wird verschoben

Die Aufnahmeprüfung findet nicht wie geplant am 3. Juli statt.
Die Aufnahmeprüfung findet nicht wie geplant am 3. Juli statt. ©APA/ROBERT JAEGER
Der Aufnahmetest für das Medizin-Studium wird nicht wie geplant am 3. Juli stattfinden. Mögliche Ersatztermine sind der 14. August oder ein Termin zwischen 28. September und 7. Oktober.

Der für 3. Juli geplante Aufnahmetest für das Medizinstudium wird Corona-bedingt verschoben. In einem Verordnungs-Entwurf gibt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) nun zwei Optionen vor: Der Test soll entweder am 14. August oder im Zeitraum von 28. September bis 7. Oktober stattfinden. Auch alle anderen Präsenz-Aufnahmeprüfungen mit mehr als 200 Teilnehmern finden erst ab 1. August statt.

Alle Aufnahmeprüfungen mit mehr als 200 Teilnehmer ab 1. August

Sollte für den Medizin-Aufnahmetest die spätere Option gewählt werden, müssten die Medizin-Unis auch die allgemeinen Zulassungsfrist erweitern und die lehrveranstaltungsfreien Zeit, insbesondere im Februar 2021, streichen. Allgemein dürfen Eignungs-, Aufnahme- und Auswahlverfahren für Bachelor- und Diplomstudien für die die gleichzeitige, persönliche Anwesenheit von mehr als 200 Studienwerbern erforderlich ist, erst ab 1. August 2020 durchgeführt werden.

Medizin-Aufnahmetest verschoben: 16.000 Anmeldungen

Für den Medizin-Aufnahmetest an den Medizin-Unis Wien, Innsbruck und Graz bzw. der Uni Linz haben sich 17.600 Personen angemeldet. Für den 14. August spreche, dass die Unis im Sommer leichter mehrere Standorte anmieten können und auch an den Hochschulen selbst dann mehr Platz sei, so Faßmann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Aus einer Großveranstaltung kann so eine Veranstaltung mit mehreren kleineren Standorten werden."

Alle anderen geplanten Präsenz-Aufnahmetests mit mehr als 200 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern dürfen ab 1. August durchgeführt werden. Das betrifft etwa die Jus-, Informatik- und Wirtschaftsstudien - außer sie weichen auf eine Online-Variante aus, wie das etwa bereits die Wirtschaftsuniversität (WU) gemacht hat, oder sie teilen die Teilnehmer auf mehrere Standorte bzw. Zeitpunkte auf.

Hochschulbetrieb wird langsam hochgefahren

Ansonsten wird der Hochschulbetrieb langsam hochgefahren - wobei Hochfahren eigentlich das falsche Wort sei: "Durchstarten ist vielleicht der bessere Begriff", so Faßmann. Die Hochschulen würden weitgehend geschlossen bleiben, Lehre und Prüfungen so weit als möglich online stattfinden. Jene wenigen großen Prüfungen, die nicht auf diese Weise durchgeführt können, müssten unter den entsprechenden Hygienemaßnahmen geplant werden - also mit durchorganisierten Zu- und Abgängen, großen Abständen zwischen Tischen, Mundschutz außer am Platz, Waschmöglichkeiten etc. Bei der Verteidigung von Abschlussarbeiten würden die Prüfungskommissionen klein gehalten.

Laborübungen, Lehrgrabungen und künstlerischer Einzelunterricht sollen laut Faßmann in abgespeckter Form durchgeführt werden. Forschung in Labors bzw. am Patienten werde schrittweise ermöglicht. Einschränkung: Grabungen oder Feldstudien im Ausland müssen weiter unterbleiben.

Rückzahlung bzw. Verzicht von Studiengebühren abgelehnt

Eine von der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) geforderte generelle Rückzahlung von Studiengebühren in diesem bzw. den Verzicht darauf im kommenden Semester wird es nicht geben. "Die Universitäten und Fachhochschulen sagen zurecht, dass erst am Ende des Tages abgerechnet werden kann", so Faßmann. "Solange es Lehre und Prüfungen gibt, kann man nicht von einem verlorenen Semester sprechen." Man werde sich aber in Einzelfällen ansehen, ob Studierende wirklich keine Leistungen erhalten hätten, versprach die Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Sabine Seidler. "Das wird aber ein individuelles System sein müssen."

Die Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten werden grundsätzlich nicht aufgeschnürt. Man werde sich aber etwa ansehen, ob bzw. inwieweit Geld zurückgefordert werde, wenn Unis es nicht schaffen, die vereinbarte Steigerung der prüfungsaktiven Studenten zu erreichen, so Faßmann.

Die Fachhochschulen (FH) wiederum sollen die vom Bund finanzierten Normkosten pro Studienplatz auch dann bekommen, wenn sie diese Plätze coronabedingt nicht füllen können. Gleichzeitig verlangte der Präsident der Fachhochschulkonferenz (FHK), Raimund Ribitsch, erneut eine zehnprozentige Erhöhung dieser Fördersätze.

Run auf Medizinstudium hält an, diesmal 17.600 Bewerber

Der Run auf die Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck und die Medizin-Fakultät der Uni Linz ist ungebrochen. 17.599 Interessenten haben sich diesmal verbindlich für das Mediziner-Aufnahmeverfahren für einen der 1.740 Plätze angemeldet, der Rekordwert vom Vorjahr wurde damit um sieben Prozent überschritten.

Besonders stark fällt der Bewerberzuwachs in Linz aus, wo diesmal 60 zusätzliche Studienplätze angeboten werden. Für die nunmehr 240 Medizin-Studienplätze gibt es laut einer gemeinsamen Aussendung der Unis heuer 1.832 Interessenten (2019: 1.316). An der Medizinuni Wien interessieren sich 8.620 Personen für einen der 740 Studienplätze (2019: 8.217) für Medizin bzw. Zahnmedizin, an der Medizinuni Graz gibt es für 360 Plätze 3.139 Anmeldungen (2019: 3.084), in Innsbruck haben sich für die 400 Studienplätze 4.008 Personen angemeldet (2019: 3.826). An allen Studienorten sind Frauen unter den Bewerbern deutlich in der Überzahl.

Quotenregelung bei Medizin-Studium

In der Humanmedizin gehen 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent sind für Studienwerber aus Drittstaaten vorgesehen. In der Zahnmedizin ist diese Quotenregelung dagegen gefallen: Die Plätze werden unabhängig von der Nationalität an die Bewerber mit dem besten Testergebnis vergeben.

Im Schnitt erschienen in den Vorjahren rund 80 Prozent der Angemeldeten auch zum Test - für die Teilnahme am Aufnahmeverfahren waren 110 Euro zu bezahlen.

(APA/Red)

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