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Aufnahmeprüfung zu schwer: Nur jeder zweite Postler schafft es zur Polizei

Von 759 Bewerbern seit September 2009 haben gerade einmal 374 die Prüfung bestanden. Von den 347 haben wiederum nur 275 den Dienst auch angetreten, jeweils rund zur Hälfte Frauen und Männer.
"Polizei- Neuling" betrunken im Dienst
Der Versuch von Post AG und Telekom Austria, überzählige Mitarbeiter im Verwaltungsdienst der Polizei unterzubringen, verläuft schleppend. Seit dem Start im September 2009 haben sich 759 Personen beworben, 304 haben die Prüfung nicht bestanden, 81 haben aus persönlichen Gründen die Bewerbung zurück gezogen. 347 haben somit bestanden, also gerade einmal jeder Zweite, geht aus den aktuellen Zahlen des Innenministeriums hervor.

Zwei Antrittsversuche bei Aufnahmeprüfung

Auf die Bewerber warten drei Hürden: Als erstes gibt es einen EDV-Test, bei dem Grundkenntnisse wie das Verfassen eines Textes in Microsoft Word oder das Verschicken einer Mail abgeprüft wird. Das Niveau liegt unter den Anforderungen für einen Computerführerschein.  Es folgt ein Test in Rechtschreibung und Grammatik. Wird auch dieser bestanden, folgt ein persönliches Gespräch mit zwei Beamten. Für den eigentlichen Polizeidienst wären die meisten Bewerber übrigens ohnehin ungeeignet, da sie das Höchstalter von 30 Jahren bereits überschritten haben.

Wechsel-Prämie von 10.000 Euro

In der Vergangenheit hatte sich Postchef Georg Pölzl enttäuscht gezeigt, wie gering das Interesse der Postler, die unkündbar sind und für die die Post keine Beschäftigung findet, zum Wechsel ist. Im Februar 2010 entschloss sich die Post dann zu einer Wechsel-Prämie in Höhe von 10.000 Euro.

Die FPÖ Niederösterreich ortete am heutigen Mittwoch einen Flop von Fekter. “Zu Beginn vorigen Jahres kündigte man den Wechsel von 1.000 Post- und Telekom-Mitarbeitern in den Polizeidienst an, bis Ende 2010 sollten diese Überstellungen erreicht werden. Österreichweit fanden nur knapp über 300 Postbedienstete an einem Wechsel Gefallen, in Niederösterreich sind es bis dato ganze zwölf ehemalige Postler, die nun bei der Exekutive ihren Dienst versehen“, so FPNÖ-Sicherheitssprecher Erich Königsberger Bezug nehmend auf eine Bericht von ORF Niederösterreich.
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