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Aufatmen bei Rapid Wien nach Europa League-Sieg: "Ich möchte den Namen Shamrock Rovers nie mehr hören"

Rapid und Peter Schöttel sind nach dem Sieg in der Europa League sichtlich erleichtert.
Rapid und Peter Schöttel sind nach dem Sieg in der Europa League sichtlich erleichtert. ©sport-pictures.org
Rapid Wien ist nach dem Sieg über Metalist Charkiw in der Europa League eindeutig ein Stein vom Herzen gefallen. "Wir freuen uns riesig über den Sieg", erklärte Trainer peter Schöttel am Tag danach.
Deni Alar erzielte Goldtor
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Durch den Sieg glückte Rapid am Donnerstagabend eine Ehrenrettung. “Für uns ist es um sehr viel gegangen. Null Punkte, das hätten wir uns ewig anhören müssen, und zu einem Zeitpunkt, als keiner mehr damit gerechnet hat, haben wir den Gruppensieger geschlagen und doch noch angeschrieben. Jetzt möchte ich den Namen Shamrock Rovers nie mehr hören”, schmunzelte Schöttel. Die Iren hatten sich im Vorjahr als bisher einziges Team ohne Zähler aus der Europa-League-Gruppenphase verabschiedet.

Pichler kassierte Rote Karte

Dieses Schicksal blieb den Grün-Weißen dank einer ansprechenden spielerischen Leistung in der ersten Hälfte und eines kämpferischen Auftritts nach der Pause erspart. “Nach den ersten 45 Minuten hätten wir höher führen können, danach haben wir andere Qualitäten wie Leidenschaft und Zusammenhalt in die Waagschale geworfen und hatten einige Male auch Glück”, sagte Schöttel.

Rapids Rückfall resultierte unter anderem aus der unnötigen Roten Karte für Harald Pichler, der kurz vor der Halbzeit den Metalist-Kicker Willian an der Mittellinie mit gestrecktem Bein fällte. “Ich habe mich dafür bei der Mannschaft entschuldigt”, gestand der Defensivspieler. Unmittelbar nach dem Ausschluss war Schöttel noch fuchsteufelswild in der Coaching Zone auf- und abgelaufen. “Aus meiner Perspektive während des Spiels war die Rote Karte überhart. Nachdem ich die Aktion im Fernsehen gesehen habe, muss ich aber sagen, dass seine Attacke überhart war. Er darf sich bei seinen Mitspielern bedanken, dass sie trotzdem gewonnen haben”, erklärte Schöttel.

Rapid glücklich über Sieg in der Europa League

Pichlers besonderer Dank galt wohl Deni Alar, der mit seinem fünften Europacup-Treffer in dieser Saison zum Matchwinner avancierte. “Die Erleichterung ist riesengroß. Die Rote Karte hat uns nicht zurückgeworfen, dadurch ist eine ‘Jetzt-erst-recht-Stimmung’ entstanden und wir haben weiter Gas gegeben”, betonte der Stürmer.

Diese Einstellung von Alar und Co. beeindruckte Schöttel. “Man hat von Start weg gesehen, dass es für uns keine lästige Pflichterfüllung in einem Bewerb war, aus dem wir schon ausgeschieden waren.” Auch die Ukrainer nahmen die Partie nach der Meinung von Schöttel ernst, obwohl sie bereits zuvor als Sieger der Gruppe K festgestanden waren. “Metalist hat zwei Stammspieler (Anm.: Taison und Cleiton Xavier) daheim gelassen, ansonsten aber mit der Einsergarnitur gespielt. Umso schöner ist unser Erfolg.”

200.000 Euro Siegprämie

Freude bereitet das 1:0 auch in finanzieller Hinsicht, schließlich gibt es dafür eine Siegesprämie von 200.000 Euro von der UEFA. Außerdem wurden am Donnerstag zwei Negativserien beendet:. Zuvor hatte Rapid in der Europa-League-Gruppenphase acht Niederlagen en suite kassiert und sieben Heimpartien vergeblich auf einen vollen Erfolg gewartet.

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