Auf Italiens Strände floriert Handel mit Plagiatprodukten

Auf den italienischen Stränden floriert der Handel mit Plagiatprodukten. Tausende von Strandverkäufern bieten gefälschte CDs, DVDs, Taschen, Uhren und Sonnenbrillen an.

Die fliegenden Händler haben Hochkonjunktur. Über die Hälfte der Italiener kaufen gefälschte Waren am Strand, ergab eine Umfrage. Die meisten rechtfertigen sich damit, dass Markenprodukte zu teuer sind. Daher sei es nicht verwerflich, Plagiate zu kaufen.

„Vu cumpra“ werden die fliegenden Händler in Italien gerne abschätzend genannt. Das heißt so viel wie „Willst du kaufen?“ und nimmt die miserablen Italienischkenntnisse der Verkäufer auf die Schaufel. Speziell im Sommer sind Hunderte „vu cumpras“ unterwegs, die unter der sengenden Hitze die Strände auf- und abspazieren, um ihre Waren an die Kundschaft zu bringen.

Wer auf den italienischen Stränden auf Shopping-Tour geht, wird nicht enttäuscht: Ob Raubkopien von DVDs, CDs und Computerspielen oder gefälschte Prada-Schuhe – auf den Straßen wird alles angeboten. Viele der Verkäufer sind illegal nach Italien eingereist und haben keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis. Sie werden zu hunderten von der Fälscher-Mafia angeworben, die in versteckten Zentralen die DVDs, CDs und Computerspiele herstellt, und sie dann an die Verkäufer verteilen.

Hochburg der Fälscher, die oft Verbindungen zur Mafia haben, ist in Italien Neapel. Im vergangenen Jahr war ein Gesetz verabschiedet worden, wonach Personen, die beim Kauf von geklonten CDs oder DVDs ertappt werden, eine Geldstrafe bis zu 150 Euro droht. Bei „Vorbestraften“ kann der Betrag sogar auf 1.032 Euro klettern. Diese Maßnahmen will die Regierung nun auch auf Hersteller und Käufer gefälschter Taschen und Kleidungsstücke erweitern.

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