Auf 5 Millionen verklagt

Und wieder einmal ist Tom Cruise in eine zwielichtige Machenschaft verstrickt: Ein Journalist, der seit Jahren im Streit mit Cruise ist, behauptet, der Schauspieler habe sein Telefon anzapfen lassen und reichte nun Klage ein. Streitwert: 5 Millionen Dollar.

Es war 2001, als in einem US-Magazin namens “Bold” ein ungewöhnlicher Aufruf zu lesen war: Der Herausgeber der Zeitschrift, ein gewisser Michael David Sapir, versprach demjenigen, der ihm ein Video zuschickte, auf dem Tom Cruise bei homosexuellen Handlungen zu sehen ist, sage und schreibe 500.000 Dollar. Umgerechnet sind das – beim damaligen Kurs – über eine halbe Million Euro …

Wenig später erklärte Sapir, er habe tatsächlich ein Tape mit dem gewünschten Inhalt erhalten – und plane, es zu veröffentlichen. Was folgte, war eine Klage des Protagonisten, Tom Cruise, der alle Behauptungen, er sei schwul, vehement zurückwies und von dem Journalisten 100(!) Millionen Dollar Schmerzensgeld verlangte. Ergebnis: Die beiden Streitparteien einigten sich außergerichtlich; die Klage wurde fallengelassen und es gab eine offizielle Erklärung Sapirs, dass kein Sextape existiere.

Abgehört?!

So weit, so gut. Doch nun flammt die alte Fehde wieder auf: Michael Sapir verklagt nun seinerseits Tom Cruise auf “mindestens 5 Millionen Dollar”, wie es offiziell heißt. Der Hollywood-Star habe nämlich, so der Herausgeber, ihn im Zuge der damaligen Auseinandersetzung abgehört. Konkret soll der von Cruise angeheuerte Privatdetektiv Anthony Pellicano das Telefon von Sapir angezapft haben.

Pellicano war einst ein Star unter den privaten Ermittlern, bis er 2006 verhaftet wurde; dem 64-Jährigen wurde vorgeworfen, unzählige Prominente mit illegalen Mitteln ausspioniert zu haben – unter seinen Opfern war unter anderem auch Sylvester Stallone. Im Dezember 2008 wurde Pellicano zu 15 Jahren Haft verurteilt – gegen das Urteil läuft derzeit noch ein Berufungsverfahren.

Cruise-Rechtsanwalt Bert Fields nahm die Klage von Michael David Sapir jedenfalls gelassen zur Kenntnis: “Die Anschuldigungen sind völliger Blödsinn. Wir haben in Sapirs Fall nicht einmal Pellicano engagiert gehabt.” Tom Cruise selbst gab keinen Kommentar ab.

(seitenblicke.at/Foto: AP)

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