Audimax-Besetzer wollen Protest auf die Straße tragen

Gegen 15 Uhr sind Demonstration in Wien geplant, dennoch bleibt der Hörsaal weiterhin besetzt.

Die Besetzer des Audimax, laut den Organisatoren sind es derzeit rund 1.000 Studenten, haben angekündigt, ihren Protest auf die Straße zu tragen. Gegen 15 Uhr soll eine Demonstration vor der Uni Wien starten, eine Marschroute – etwa zum Wissenschaftsministerium – ist derzeit nicht festgelegt, so einer der Besetzer zur APA. Das Audimax soll unterdessen weiter besetzt bleiben, “es ist Common Sense, dass wir Open End dableiben”.

Verhandlungen mit dem Rektorat der Uni Wien, das die Besetzer zur Räumung des größten Hörsaales bewegen will, habe es noch keine gegeben. “Das hören wir immer nur aus den Medien”, betonte der Protestteilnehmer. Rektor Georg Winckler könne sich aber gerne vor das Plenum stellen und mit den Studenten diskutieren. Zielscheibe der Proteste sei aber ohnehin nicht Winckler, “der ist eigentlich ein – unter Anführungszeichen – armes Schwein, weil er selbst finanziell beschnitten wird”.

Stattdessen solle Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) endlich anerkennen, dass sich die Proteste gegen ihn richten. “Es geht um bundespolitische Fragen, der einzig legitime Ansprechpartner für uns ist Hahn. Wenn sich jemand bei uns melden muss, dann er”, betonte der Besetzer. Hahn hatte am Vormittag am Rande einer Pressekonferenz von einem lokalen Protest gesprochen: “Die Uni Wien muss entscheiden, was sie unternimmt.”

Demonstrationszug

Mehrere hundert Studenten zogen vom Portal der Hauptuni über den Ring in Richtung Wissenschaftsministerium und skandierten dabei “Der Hahn gehört gerupft”. Danach wollen sie zur Akademie der Bildenden Künste, die seit Dienstag aus Protest gegen die Leistungsvereinbarungen besetzt ist.

Zunächst gab es unter den Demonstranten Verwirrung darüber, wohin oder ob man sich überhaupt von der Universität wegbewegen solle. Schließlich nahm ein Teil der Studenten an der Demonstration teil, der andere hielt das Audimax weiterhin besetzt. Die Besetzung des Audimax wird nicht von einer Gruppe organisiert, sondern von vielen Vertretern mehrerer Unis nach basisdemokratischen Prinzipien.

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