Audimax-Besetzer: "Wir bleiben hart"

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Das Audimax, der größte Hörsaal der Universität Wien, ist weiterhin besetzt. Derzeit befinden sich dort rund 100 Studenten. Laut Angaben einer der Organisatorinnen haben 200 bis 250 Studenten die Nacht dort verbracht. Der Protest soll weitergehen "wir bleiben hart und werden Open End hierbleiben".
Studenten besetzten Audimax
Akademie der bildenden Künste besetzt

Ziel sei es, den Protest auszuweiten. Für heute Freitag sind Workshops, Arbeitsgruppen und selbst organisierte Vorlesungen geplant. Die Organisatoren rechnen damit, dass auch heute mehrere hundert Teilnehmer geben wird.

Das Audimax war auch über Nacht besetzt geblieben. Das Rektorat hatte sich in einer abendlichen Sitzung vorerst gegen eine Räumung entschieden. Allerdings habe man massive Sicherheitsbedenken und hoffe daher, die Besetzer am Freitag in Verhandlungen zur Freigabe des Hörsaals zu bewegen.

Bis Freitagmittag gibt es im seit etwa 13 Uhr von hunderten Studenten belagerten Audimax laut Rektorat jedenfalls keine Vorlesungen oder Prüfungen, auf der Homepage http://www.univie.ac.at/ werden laufend die aktuellsten Informationen veröffentlicht. Sonst finde an der Uni Wien regulärer Vorlesungs-und Prüfungsbetrieb statt, so die Sprecherin.

Am Freitagvormittag soll es weitere Gespräche des Rektorats mit den Besetzern geben. Ein Problem dabei: Es gibt keine eigentlichen Organisatoren, Studenten der verschiedensten Studienrichtungen sind beteiligt. Die Besetzung war spontane Folge einer Demonstration, die von der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) der Akademie der Bildenden Künste organisiert worden war. Mittlerweile haben sich die Studenten auch über die Internet-Netzwerke Facebook, StudiVZ und Twitter organisiert.

Am Nachmittag hatte sich die Polizei wegen Sicherheitsbedenken an die Uni Wien gewendet, das Rektorat hatte sich daher für eine vorübergehende Sperre des Zugangs zum Audimax ausgesprochen. Nachdem sich der zuständige Vizerektor gegen eine Räumung entschieden hatte, zog die Polizei nach einer Stunde wieder ab.

Zumindest an der Akademie konnte die ÖH unterdessen laut dem Vorsitzenden Rene Stessl einen ersten Erfolg verbuchen: Bei den Leistungsvereinbarungen soll Rektor Stephan Schmidt-Wulffen die vom Ministerium angestrebte Umstellung der künstlerischen Studien –wie von den Protestierenden gefordert –nicht unterschrieben haben. Er habe, wie schon zuvor Rektor Gerald Bast von der Uni für Angewandte Kunst, stattdessen nur zugesagt, dass über eine solche Umstellung in den kommenden Jahren diskutiert werden soll.

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