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Auch private Wiener Kindergärten beitragsfrei

Eltern werden um 226 Euro entlastet
Eltern werden um 226 Euro entlastet ©APA
Ab Herbst 2009 werden in Wien neben den städtischen auch die privaten Kindergärten (fast) beitragsfrei. Eltern könnten zumindest mit einer Entlastung von 226 Euro rechnen, sagte Stadtrat Christian Oxonitsch.

Ab Herbst 2009 werden in Wien neben den städtischen auch die privaten Kindergärten beitragsfrei – zumindest bei den großen gemeinnützigen Trägern ist dies bereits fix. Kleinere Betreiber “rechnen noch”, berichtete der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch (S) am Mittwochabend im Gespräch mit Journalisten. Überlegt wird vor allem, wie mit Zusatzangeboten wie verlängerte Öffnungszeiten, Native Speakern oder kleineren Gruppen umgegangen wird. Diese werden bei manchen Anbietern wohl weiterhin zu bezahlen sein.

“Das neue Fördermodell steht allen privaten Trägern zu Verfügung”, so der SP-Politiker. Die Verträge umfassen Kindergärten, -gruppen, -krippen und die Betreuung bei Tagesmüttern. Mitmachen werden laut Oxonitsch “alle Privaten”. Zahlreiche große Anbieter wie die Kinderfreunde, die Kindercompany oder die katholischen Träger haben bereits bekanntgegeben, ab Herbst zur Gänze gratis zu sein. Andere, darunter vor allem kleinere Betreiber, sind laut dem Ressortchef gerade fleißig am Rechnen, ob es sich bei ihnen “gratis” ausgehen wird oder ob die Eltern weiterhin für Zusatzangebote zahlen müssen.

Fix ist: “Eltern können bei einer Ganztagesbetreuung zumindest mit einer Entlastung von 226 Euro rechnen”, erklärte Oxonitsch. Dieser Geldbetrag (“Betreuungsbeitrag”) entspricht jenem Beitrag, der bisher in den städtischen Kindergarten zu zahlen war und ab Herbst entfällt. Bei Halbtags- oder Teilzeitbetreuung fällt die finanzielle Entlastung dementsprechend geringer aus. Angeboten wird der private – wie der städtische – Gratiskindergarten für Kinder aller Altersgruppen.

Das neue Modell im Detail: Statt der bisherigen Gruppen- soll es nun eine Pro-Kopf-Förderung geben. Diese setzt sich aus drei Teilen zusammen: Einem “Betreuungsbeitrag”, einem “Grundbeitrag” sowie einem von der Zahl der Gruppen abhängigen Verwaltungszuschuss. Letzterer beläuft sich bei einem großen Anbieter auf 1.500 Euro monatlich, bei einem kleinen auf 500 Euro. Wie viel Fördergeld die einzelnen Anbieter in Summe von der Stadt Wien bekommen, hängt von der Gemeinnützigkeit der Einrichtung, dem Alter der Kinder und der Dauer der Betreuung ab.

Die Förderung für Kinder bis drei Jahren und Integrationskindern bis sechs Jahre ist unabhängig von der Betreuungszeit immer gleich hoch. Nicht so für Kinder zwischen drei und sechs Jahren: Hier erhalten die Träger die maximale Förderung nur bei Ganztagesbetreuung. Weniger Geld werden hingegen die nicht gemeinnützige Betreiber bekommen, die etwa drei Prozent der Plätze in Wien anbieten. Sie erhalten von der Stadt Wien jedenfalls nur den monatlichen “Betreuungsbeitrag” von maximal 226 Euro. Dort werden Eltern wohl weiterhin zahlen müssen. Es steht diesen Anbietern aber offen, ihre Rechtsform zu ändern, um die weiteren Fördergelder zu erhalten, hieß es. Laut Oxonitsch haben bereits viele Interesse am Wechsel bekundet.

Damit private Betreiber, egal ob gemeinnützig oder nicht, überhaupt in den Genuss der Förderung kommen, müssen sie Kriterien wie Mindestöffnungszeiten erfüllen. Am 3. Juni soll das neue Fördermodell und die künftigen Verträge mit den Privaten im zuständigen Ausschuss behandelt und am 24. Juni im Gemeinderat beschlossen werden. Insgesamt werden jährlich 80 Mio. Euro Fördergelder zusätzlich für den privaten Bereich zur Verfügung stehen – doppelt so viel wie bisher, wie betont wird.

Die Kinderbetreuungsplätze in Wien werden zu 47 Prozent von der Stadt angeboten, der Rest von den Privaten. Insgesamt werden ab Herbst 45.000 der 56.000 vorhandenen Plätze beitragsfrei – sprich gratis. Ein weiteres Vorhaben wird schon bald in die Realität umgesetzt: Schon vor dem 1. September 2010 wird es die Besuchspflicht für das letzte Kindergartenjahr geben. Diese soll nämlich im “Laufe des kommenden Kindergartenjahres” kommen, wie Oxonitsch ankündigte.

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