Auch in Österreich Eier mit Insektengift Fipronil belastet

Auch in Österreich sind Eier mit Fipronil belastet.
Auch in Österreich sind Eier mit Fipronil belastet. ©APA/dpa/Guido Kirchner
In Österreich wurden am Montagnachmittag, 13. August, acht Fälle von mit Fipronil belasteten Eiern bestätigt.

Auch in Österreich sind Eier, die mit dem Insektengift Fipronil belastet sind, in Umlauf gekommen. Von 80 gezogenen Proben, die am Freitag an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) weitergeleitet wurden, bestätigte sich in acht Fällen der Verdacht, bei zehn weiteren laufe noch die Abklärung, teilt die AGES auf ihrer Homepage mit. Der höchste gemessene Wert liegt bei 0,1 Milligramm pro Kilo, das sei um das Zehnfache weniger als der höchste Wert, der bisher in Belgien gemessen wurde. Nachgewiesen wurde das Insektengift in Eiprodukten für den Gastronomiegroßhandel mit Herkünften aus Deutschland, Niederlanden, Belgien und Polen.

Nur gekochte und geschälte Eier in Österreich von Fipronil belastet

Dabei dürfte es sich offenbar aber nicht um jene gekochten und geschälten Eier handeln, die zwei oberösterreichische Großhändler vergangene Woche aus den Niederlanden importiert und an Gastrobetriebe verkauft hatten. Die oö. Lebensmittelaufsicht hatte zu Mittag von der AGES noch keine Untersuchungsergebnisse, hieß es aus dem Büro des zuständigen Landesrats Rudi Anschober (Grüne). Nach dem Auftauchen der Verdachtsfälle in Oberösterreich wurden ergänzend noch bundesweit weitere Proben in Eiern sowie Eiprodukten gezogen. Frische Eier waren bisher nicht von Fipronil betroffen.

Laut AGES keine Gesundheitsgefährdung

Laut AGES besteht keine Gesundheitsgefährdung. Alle mit Fipronil belasteten Eierprodukte werden umgehend vom Markt genommen. Für Fragen zu Fipronil hat die AGES eine Infoline unter Tel: 050 555 555 eingerichtet. Das Mittel ist ein Breitspektrum-Insektizid. Dieses Insektizid wird beispielsweise in der Veterinärmedizin zur Bekämpfung von Flöhen und Zecken bei Hunden und Katzen verwendet. Es ist jedoch als Arzneimittel für die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten.

Fipronil ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht krebserregend und erbgutschädigend. Es kann beim Menschen neurotoxisch wirken. In höheren Dosen führt es zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, bis hin zu Lähmungserscheinungen.

APA/Red.

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