Auch Hörsaal an Uni Graz in Beschlag genommen

Auch in Graz hat eine Gruppe Studierender, unterstützt durch die ÖH, am Freitagabend einen Hörsaal auf der Uni besetzt. Rund 50 Studiosi hatten sich schon am Nachmittag am Campus zusammengefunden, aber bis zum Ende der letzten Vorlesung gewartet, bis man nach 18.00 Uhr im Hörsaal 06.01 auf der Vorklinik Platz nahm - "open end", wie es hieß. Vorrangig gehe es um "Solidarität" mit den Besetzern des Audimax in Wien
Die Besetzer, denen von den Vorsitzenden der ÖH Graz, Cengiz Culac (GRAS), und seinen Stellvertreterinnen Unterstützung zugesichert wurde, wollten mit der Aktion ihren Unmut über die UOG-Novelle kundtun. Befürchtet werde eine “Elitarisierung des Uni-Systems”, auftreten will man gegen Beschränkungen im Master-Studium, Knock-Out-Prüfungen und die Wiedereinführung von Studiengebühren – vielmehr müsse für die Ausfinanzierung der Hochschulen gesorgt werden. Auch “Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Angestellte und Arbeiter” lautete eine Parole.

Das Rektorat der Uni Graz stehe zu einem Gespräch zur Verfügung, aber es sei noch kein solches gewünscht worden, erklärte ein Uni-Sprecher. Solange die Aktion friedlich von statten gehe und es zu keinen Beschädigungen komme, werde man bis auf weiteres nicht einschreiten.

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