Auch gegen Wacker Innsbruck gelingt dem SK Rapid Wien kein Sieg

Die Rapid-Fans hätten beinahe eine Niederlage in Tirol erleben müssen.
Die Rapid-Fans hätten beinahe eine Niederlage in Tirol erleben müssen. ©APA/ EXPA / Hans Groder
Für Rapid heißt es weiterhin Warten: Der zweite Sieg des Jahres wollte sich selbst bei Spiel gegen Tabellen-Schlusslicht Wacker Innsbruck nicht einstellen. Lange Zeit sah es sogar so aus, als müssten die Hütteldorfer eine Niederlage einstecken, bis Deni Alar in der 88. Minute mit seinem Tot für ein 1:1-Unentschieden sorgte.
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Zehn Runden vor Ende der Bundesligasaison liegen die Innsbrucker nun sieben Zähler hinter der neuntplatzierten Admira. Rapid verabsäumte es, mit der am Samstag erfolgreichen Austria gleichzuziehen und ist einen Punkt vor Ried Vierter. Die Wiener, die einer schwachen ersten eine wesentlich stärkere zweite Hälfte folgen ließen, hecheln weiter einem Dreipunkter hinterher – in den jüngsten neun Runden gab es bei drei Unentschieden lediglich einen Sieg.

Rapid mit “Maskenmann” am Spielfeld

Rapid agierte im Vergleich zum 3:6 in Salzburg nur in der Innenverteidigung verändert, dort spielte Behrendt für den verletzten Dibon. Trimmel lief wegen seines Nasenbeinbruchs als “Maskenmann” auf. Wenig Überraschendes gab es auch bei den Tirolern. Die etatmäßigen Innenverteidiger Djokic und Vuvur kehrten zurück, Nitzlnader musste in seiner dritten Bundesligapartie auf der linken Defensivseite für den erkrankten Hauser einspringen.

Wenig Optimismus bei den Wienern zu spüren

Bei Rapid war vom Optimismus, den man angesichts der guten, wenngleich unbelohnten Leistung aus Salzburg mitnehmen wollte, von Beginn an wenig zu merken. Zwar dominierte Grün-Weiß mit einem Ballbesitz von 73 Prozent, gegen die tief stehenden Hausherren fehlte aber die Leidenschaft und die Kreativität, um für echte Gefahr zu sorgen. Ein harmloser Sabitzer-Schuss aus 20 Metern (9.) und einige ungefährliche Standards blieben die gesamte Ausbeute vor dem Seitenwechsel.

Wacker hingegen glänzte mit Effizienz: Die einzige Chance vor der Pause verwertete Hinterseer nach präziser Flanke Ji-Paranas aus Kurzdistanz von der zweiten Stange (19.) und sorgte so mit seinem ersten Treffer seit 4. Dezember des Vorjahres für eine nicht unverdiente Pausenführung der kompromisslosen Gastgeber.

Ausgleich in der zweiten Halbzeit

Nach Wiederbeginn nahm das Spiel Fahrt auf. Erst prüfte Wallner Novota (48.), in der Folge stand hingegen Innsbruck-Goalie Safar mehrmals im Mittelpunkt. So rettete er gegen Sabitzer (49.) und Wydra (56.) und musste mehrmals bei gefährlichen Hereingaben – die in der ersten Hälfte völlig gefehlt hatten – eingreifen. Nach gut einer Stunde zischte ein Boyd-Kopfball nur hauchdünn am linken Pfosten vorbei (58.), Petsos hämmerte das Leder aus 18 Metern knapp über das Tor (60.).

 Nach einer kurzen Entlastungsphase für die Tiroler hatte Rapid neuerlich Chancen fast im Minutentakt – Innsbruck hatte sich längst mit einer Abwehrschlacht abgefunden. Wieder musste Safar erst gegen den eingewechselte Burgstaller (68.) und wenig später bei einer “Hundertprozentigen” gegen Boyd (71.) sein gesamtes Können aufbieten. Bereits in der Rapid-Viertelstunde stand Wacker auch Fortuna bei, als Schaub im Strafraum zu spät auf Burgstaller ablegte, der aus wenigen Metern wohl blind getroffen hätte, so aber geblockt wurde (81.).

Alar sorgt für 1:1

Fast schon schien Rapid endgültig am Boden, als Wallner in der 86. Minute bereits vor den Fans zum Torjubel antrat. Doch der Kontertreffer wurde wegen Abseits’ zurecht aberkannt – und Grün-Weiß nützte seine “letzte Chance”: Alar, im Finish eingewechselt, traf nach schöner Vorbereitung Sabitzers zum Ausgleich. Rapids Punkt wankte noch einmal – Novota hielt gegen Hinterseer in der Schlussminute aber das 1:1 fest.

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