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Auch Chinesen wollen "Rover" nicht retten

Die Übernahme-Verhandlungen des vom Bankrott bedrohten britischen Autoherstellers Rover durch den chinesischen Staatsbetrieb Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC) sind zum Stillstand gekommen.

Nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien vom Dienstag brachten mehrtägige Gespräche einer Delegation des Londoner Industrieministeriums in China kein Ergebnis.

„Die finanzielle Situation von MG Rover ist schlimmer, als die SAIC oder wir gedacht haben. Selbst bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen würde ein Fragezeichen hinter der Zahlungsfähigkeit (von Rover) stehen“, zitierten Zeitungen eine Quelle aus dem britischen Ministerium. Von einem Ende des Unternehmens wären gut 6.000 Arbeitsplätze am Produktionsstandort in Birmingham bedroht sowie mehr als 10.000 Zulieferer-Jobs. Gewerkschaftssprecher hofften auf eine Wiederaufnahme der Gespräche.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Regierung in London dem letzten eigenständigen britischen Autobauer einen Überbrückungskredit von bis zu 100 Mio. Pfund (146 Mio. Euro) geben will. Das Geld soll das Überleben der ehemaligen BMW-Tochter sichern, bis diese einen Kooperationsvertrag mit SAIC abschließen kann. Auf den Zusammenschluss hofft Rover nun allerdings schon seit Jahren.

Rover hatte im November vergangenen Jahres die geplante Übernahme durch SAIC bekanntgegeben. Frühere Angaben, wonach die Chinesen umgerechnet etwa 1,44 Mrd. Euro in das Gemeinschaftsunternehmen investieren wollten, wurden nach aktuelleren Zeitungsberichten als viel zu hoch abgetan. BMW hatte den verlustreichen britischen Hersteller im Jahr 2000 für den symbolischen Preis von 15 Euro abgestoßen. Nach früheren Angaben von John Towers, Chef der Rover-Muttergesellschaft Phoenix Venture Holdings, sollen nach einer Übernahme künftig in Shanghai und Birmingham pro Jahr bis zu eine Million Fahrzeuge hergestellt werden.

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