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Auch 2021 wird der "ibiza-Preis" verliehen

"SZ"-Journalistin Leila Al-Serori, Florian Klenk ("Falter") und Marcus Hohenecker.
"SZ"-Journalistin Leila Al-Serori, Florian Klenk ("Falter") und Marcus Hohenecker. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Der zu Beginn des Jahres vom Verband Filmregie und der Rechercheplattform "Dossier" erstmals vergebene "Ibiza-Preis" wird auch 2021 verliehen.

Videos, "die Missstände zum Thema machen" oder "breite Diskussionen ausgelöst und zu positiven Veränderungen geführt haben", können bis zum 13. Dezember eingereicht werden. Mit dem Volkstheater und dem Künstlerhaus habe man neue Partner gewonnen, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Die Preisverleihung findet am 27. Jänner statt.

Beiträge zwischen Aufdeckungsjournalismus und Filmkunst

"Wir stellen audiovisuelle Beiträge, die sich zwischen klassischem Aufdeckungsjournalismus und Filmkunst bewegen, in den Fokus", wird Regisseurin und Jury-Mitglied Elisabeth Scharang zitiert. "Prämiert werden Videos, die über Social Media einen Diskurs entfacht oder gesellschaftliche Missstände aufgedeckt haben", ergänzt Chefreporter Ashwien Sankholkar von "Dossier". "Gerade in der gegenwärtigen Situation einer von politischen und wirtschaftlichen Interessen intransparent gesteuerten Medienlandschaft, die auch dem kulturellen Sektor nicht mehr gerecht wird, wollen wir unseren Beitrag zur Schärfung des demokratiepolitischen Diskurses leisten, den sich der Ibiza-Preis zum Ziel gesetzt hat", erläutert Tanja Prusnik, Präsidentin der Vereinigung Künstlerhaus, ihre Entscheidung, als neuer Mit-Veranstalter aufzutreten.

Auch Volkstheaterdirektor Kay Voges freut sich, mit an Bord zu sein: "Max Reinhardt hat einmal gesagt, dass die Aufgabe der Schauspieler*innen nicht Verstellung sei, sondern Enthüllung. Auch wenn die Methodik eine etwas andere ist als die von Investigativjournalist*innen, so suchen wir im Theater genauso nach etwas, was wahr sein könnte."

"Ibiza-Preis" 2020 ging an Team der Süddeutschen Zeitung

2020 ging der "Ibiza-Preis" an das Investigativ-Team der "Süddeutschen Zeitung" für das "Ibiza-Video", das auch namensgebend für den Preis war. Die heimliche Videoaufzeichnung von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus hat im Jahr 2019 eine Staatskrise ausgelöst und beschäftigt aktuell einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. "Das Ibiza-Video hat in seinen Auswirkungen auf die Republik gezeigt, welche Wirkkraft audiovisuelle Werke haben können", unterstreicht Regisseur Franz Novotny vom Verband Filmregie, der die Idee für den "Ibiza-Preis" hatte. Ebenfalls nominiert waren 2020 das "Schreddervideo" und die Dokumentation eines Polizeiübergriffs bei einer Klimaschutzdemo in Wien.

Die Preisverleihung erfolgt am 27. Jänner 2021 in der Roten Bar des Volkstheaters. Der Preis ist ein Kunstwerk, das aus dem Kreis der Mitglieder des Künstlerhauses kommt und für diesen Anlass gefertigt wird.

(APA/red)

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