AUA-Kollektivvertrag unterschrieben: 5,5 Prozent mehr Lohn für Flugbegleiter und Piloten

Der neue AUA-Kollektivvertrag wurde bereits unterzeichnet.
Der neue AUA-Kollektivvertrag wurde bereits unterzeichnet. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Am Donnerstagnachmittag wurde der neue Kollektivvertrag (KV) der AUA unterschrieben. Die Ist-Gehälter für Flugbegleiter und Piloten steigen um 5,5 Prozent, die Einstiegsgehälter für Flugbegleiter steigen um 10,7 Prozent.
KV-Verhandlungen wieder auf Kurs

Die Gehaltsverhandlungen waren monatelang von Protesten begleitet, bis man sich im Juli endlich auf einen gemeinsamen Kurs verständigen konnte.

Einstiegsgehälter für Flugbegleiter der AUA steigt auf 1.700 Euro

Der Kollektivvertrag gilt für die Zeit von heuer – rückwirkend per Mai 2018 – bis Ende April 2022. Einer der Eckpunkte: Die Einstiegsgehälter für Flugbegleiterinnen werden deutlich angehoben, und zwar von monatlich 1.533 Euro um 10,7 Prozent auf 1.700 Euro brutto.

Zur Zeit hat die AUA (Austrian Airlines) rund 7.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 1.200 Piloten und 2.400 Flugbegleiter. Für sie gilt der neue KV. Die Airline sucht zur Zeit noch weitere Leute für Cockpit und Kabine.

Ist-Gehälter steigen um 5,5 Prozent

Wie in einem davor ausgehandelten Eckpunktepapier vorgesehen, steigen die Ist-Gehälter für Flugbegleiter und Piloten 2018 um 5,5 Prozent, im Jahr 2019 um 2,5 Prozent, 2020 um 1,83 Prozent und 2021 um mindestens 1,4 Prozent. Für die Zeit ab Mai 2022 braucht es wieder neue Verhandlungen.

Flexibler gehandhabt werden künftig die “Flugdienstregelungen”, um saisonale Schwankungen bei der Passagiernachfrage besser ausgleichen zu können, wie AUA und Gewerkschaft mitteilten. Im Sommer etwa fliegt die AUA um mehr als ein Drittel mehr als im Winter. Nun können die Crews stärker im Sommer eingesetzt werden, hieß es erläuternd aus dem Unternehmen, sie erhalten dafür aber mehr freie Tage.

AUA: Meilenstein für das Bordpersonal

Nach den monatelangen Verhandlungen um die Gehaltserhöhungen sprachen AUA-Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger und der vida-Gewerkschafts-Chefverhandler Johannes Schwarcz von einem “Meilenstein” für das Bordpersonal. Trotz einiger zwischenzeitlicher Irritierungen seien nun alle Verhandlungspunkte rechtskräftig, die Ergebnisse herzeigbar”.

Zufrieden zeigte sich auch das Unternehmen selbst: “Wir haben erstmals einen für vier Jahre geltenden Kollektivvertrag abgeschlossen.” Die langfristige Vereinbarung bringe Ruhe und Stabilität ins System, erklärte die AUA-Personalchefin Nathalie Rau namens der Arbeitgeberverhandler. Man habe sowohl die Gehälter für Jobeinsteiger auf ein gutes Niveau gehoben als auch für das etablierte Bordpersonal Perspektiven eröffnet.

(APA/Red)

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