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AUA: Belegschaft steigt auf die Barrikaden

Den schlechteren KV will sich die Belegschaft nicht gefallen lassen
Den schlechteren KV will sich die Belegschaft nicht gefallen lassen ©APA
Die Belegschaft der ehemals österreichischen Fluglinie AUA will die angedrohte Kündigung der eigenen Bord-Kollektivverträge nicht einfach hinnehmen. Es drohen neue Turbulenzen.
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Derzeit gibt es innerhalb der AUA-Gruppe drei verschiedene Kollektivverträge: Austrian Boden (zuständig GPA-djp), Austrian Bord (vida) sowie Tyrolean Boden und Bord (vida). Die Gewerkschaft vida will sich noch am Donnerstag zur Aufkündigung äußern.

Deutliche Einsparungen bei KV-Wechsel

Eine Umstellung auf den billigeren KV würde für die betroffenen Bord-Mitarbeiter Einbußen von bis zu 25 Prozent bedeuten. Die schwer angeschlagene Lufthansa-Tochter AUA pocht auf eine “Modernisierung” der Kollektivverträge für das fliegende Personal. Allerdings sind die letzten Gespräche zwischen Gewerkschaft und Management am Dienstag gescheitert, gestern wurde dann überraschend der Bord-KV “vorsorglich” aufgekündigt. Ende Februar will das Unternehmen nämlich wissen, ob auch via Kollektivvertrag Einsparungen möglich sind. Am 29. Februar findet die entscheidende Aufsichtsratssitzung statt, bis zu der klar sein soll, ob es wirtschaftlich eine Basis für eine Zukunft der AUA gibt.

Offener Brief der Gewerkschaft an das Management der AUA

In einem offenen Brief an AUA-Vorstand Peter Malanik nimmt vida-Vorsitzender Rudolf Kaske Stellung zu den Vorgängen rund um die Aufkündigung des AUA-Bord-Kollektivvertrags durch die Arbeitgeberseite und verlangt eine seriöse Vorgangsweise statt unfairer Spielchen zulasten der Beschäftigten. So empfindet Kaske die Informationspolitik des Managements als einen ‘Affront’. Und dass der Chefverhandler in Sachen KV eine kurzfristige Abberufung zum Flugdienst erhalten habe, sei wohl auch kein Zufall. Die Gewerkschaft vida forderte, dass für die Dauer der Verhandlungen die an selbiger Beteiligten vom Flugdienst freigestellt werden. Der Brief schließt mit einem dramatischen Appell: “Ich appelliere an Ihre Verantwortung als Vorstand und Sozialpartner, im Interesse der 6.000 Beschäftigten künftig enger zu kooperieren und Fouls zu unterlassen. Die Situation ist zu ernst, um unfaire Spielchen zulasten der Beschäftigten zu betreiben.”

Auch Proyer sieht Probleme

Die am Mittwochnachmittag von der AUA ausgesprochene Aufkündigung des Kollektivvertrags für das Bordpersonal würde für den Gewerkschafter Karl Proyer von der GPA-djp einen “Rattenschwanz an rechtlichen Problemen nach sich ziehen”, wie er am Donnerstag sagte. Bei tatsächlicher Umsetzung des AUA-Plans, 2.300 Mitarbeiter auf den billigeren Tyrolean-KV umzustellen, “müsste das Unternehmen so viele Rückstellungen machen, dass das der AUA wahrscheinlich überhaupt nichts bringt”.

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