ATX stürzt 9,7% auf 1.737,96 Punkte ab

Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Freitag, zu Mittag bei schwachem Volumen mit dramatischen Kurseinbrüchen.

Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 1.737,96 Punkten errechnet, das ist ein massives Minus von 186,72 Punkten bzw. 9,70 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -8,98 Prozent, FTSE/London -9,10 Prozent und CAC-40/Paris -8,50 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 1.924,90 Punkten, das Tagestief lag knapp nach 11:50 Uhr bei 1.735,10 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 9,20 Prozent tiefer bei 795,83 Punkten. Im prime market zeigten sich drei Titel mit höheren Kursen, 45 mit tieferen und drei unverändert. In sieben Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 6.053.269 (Vortag: 4.681.543) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 117,816 (114,48) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 422.213 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 16,53 Mio. Euro entspricht.

Belastet von neuerlichen Rezessionsängsten präsentierten sich die europäischen Börsen zu Mittag einheitlich mit massiven Kurseinbrüchen. Mit einem “moderaten” Minus von lediglich rund drei Prozent startete die Wiener Börse in den Handel. Im Vormittagsverlauf kam es jedoch auch in Wien zu dramatischen Kursstürzen. Händler sprachen von einem “Käuferstreik”. Die Verkaufswelle rolle jetzt, und es sei nicht abzuschätzen wann sie wieder stehen bleibe.

Neuerlich standen die Bankentiteln europaweit auf den Verkaufslisten. In Wien sanken Erste Group um 12,81 Prozent auf 17,35 Euro (434.649 gehandelte Stück in Einzelzählung) und Raiffeisen International erlitten einen Abschlag von 11,51 Prozent auf 23,45 Euro (207.805 Stück).

Auf Talfahrt befanden sich auch die Ölwerte. OMV erlitten einen Kursverfall von 15,45 Prozent auf 17,90 Euro (422.213 Stück) und Schoeller-Bleckmann von 14,26 Prozent auf 24,35 Euro. In einer außerordentlichen Sitzung hat die OPEC eine Senkung ihrer Förderquoten bekanntgegeben. Die Produktion soll von November an um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gekappt werden, um den Ölpreisverfall zu stoppen.

Bei den AUA-Anteilsscheinen setzt sich die Berg- und Talfahrt der jüngsten Tage fort. Am Vormittag büßten die AUA-Werte 9,17 Prozent auf 3,17 Euro (735.054 Stück) ein. Für heute wird das “finale Angebot” der Lufthansa für den ÖIAG-Staatsanteil erwartet.

Daneben brachen voestalpine um 5,86 Prozent auf 15,58 Euro (430.283 Stück) und Telekom Austria um 7,97 Prozent auf 9,58 Euro (431.614 Stück) ein.

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