ATV-Show "Sing and Win!"

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Die Kandidaten sangen, tanzten, dirigierten und versuchten gewissenhaft, die Töne zu treffen. Doch das alles half nichts. Bei der neuen Karaoke-Quizshow von ATV, die dieser Tage in Wien aufgezeichnet wurde, kommt es einzig darauf an, den Text aus dem Gedächtnis zu komplettieren, wenn die Zeilen am Bildschirm verschwinden.

Mit “Sing and Win!” wurde das US-Format “Don’t forget the lyrics” erstmals für den deutschsprachigen Raum adaptiert. Dafür legte sich der Privatsender nicht weniger ins Zeug als seine Kandidaten: Die Show ist die “teuerste ATV-Produktion aller Zeiten”, erklärte Programmchef Martin Gastinger Mittwochabend bei der Präsentation.

Für die Moderation wurde – passend zum Anteil von mindestens 60 Prozent österreichischer Musik – Austropop-Barde Rainhard Fendrich engagiert. Fendrichs Liveband gibt den Kandidaten den richtigen Ton vor. Doch die Hauptkosten werden laut Gastinger nicht von den Künstlergagen, sondern von der aufwendigen Technik verschlungen. Anhalspunkte dafür, dass sich das finanzielle Engagement tatsächlich rechnet, nimmt der Sender aus den USA, wo das Format auf FOX im Juli vergangenen Jahres startete und mittlerweile in der dritten Staffel auf Sendung ist. Auch in Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei laufe die Show mit Erfolg, hieß es bei ATV.

Die zum Teil landesweit in Karaokebars rekrutierten Austro-Kandidaten spielen bei “Sing and Win!” in acht Runden um 25.000 Euro. Dabei dürfen sie sich für Sparten wie Austropop oder Kuschelrock entscheiden. Auch “Rainhard Fendrich” steht als eigene Kategorie zur Wahl. Aufsteigen kann nur, wer den anfangs auf dem Bildschirm servierten Text richtig weiter singt, wenn das Laufband stoppt. Bis jetzt konnte noch in keinem Land der Hauptpreis ausgespielt werden, verriet Gastinger.

Die Schwierigkeit liegt im Detail. Schließlich kommt es auf jedes kleine Wort an, was bei Texten von “Nuschel-Sängern” wie Herbert Grönemeyer sogar Musik-Auskenner wie Dominic Heinzl und Doris Golpashin verunsichern kann. Sie hatten es aber beim Promi-Special, das Mittwochabend aufgezeichnet wurde, noch am leichtesten. Das deutsche Volksmusik-Duo Naddel und Kurt Elsasser stand bei Austrolegenden wie Falco vor Schwierigkeiten, zeigte aber beim Rätseln und der Joker-Ausnutzung Geschick. Die Partner Zabine und Franz Wohlfahrt hatten sichtlich Spaß beim Angleichen von Tonhöhen und kamen bei Gassenhauern wie dem Ambros’schen “Zentralfriedhof” so richtig in Fahrt.

Die ersten sieben Folgen inklusive Promi-Special (Ausstrahlung am 22. April) sind aufgezeichnet. Dann soll – je nach Erfolg in der werberelevanten Zielgruppe der Zwölf- bis 49-Jährigen – “nahtlos” entschieden werden, ob es eine Fortsetzung gibt. Als Erfolg gilt “alles, was sich zwischen ‘Bauer sucht Frau’ und ‘Die Lugners’ bewegt”, so die Vorgaben bei ATV. Gesendet wird wöchentlich im Hauptabendprogramm ab dem 11. März. Aufgezeichnet wurde von der Produktionsfirma Tresor in den Wiener Interspot-Studios.

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