Attacke auf Wiener Bezirkspolitiker - Reaktionen

Parteikollegen des Wiener Bezirkspolitikers Gottfried Natschläger, der nach einer Attacke durch zwei Jugendliche in kritischem Zustand ist, zeigten sich tief betroffen über das Verbrechen.

ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon forderte am Freitag “null Toleranz mit diesen jugendlichen Schlägern”. Der Währinger ÖVP-Bezirksvorsteher Karl Homole zeigte sich bestürzt, dass niemand geholfen oder die Täter verfolgt habe. Die Wiener FP fordert mehr Polizeipräsenz in Gebieten mit hohem Ausländeranteil.

“Bei dieser Brutalität fehlen einem die Worte”, sagte Karl Homole zur APA. Natschläger sei ein “liebenswürdiger Mensch, er hat keiner Fliege etwas zuleide getan”. Ein Sicherheitsproblem in seinem Bezirk sieht er nicht. Natürlich gebe es Fälle von jugendlichem Rowdytum. “Aber einen vergleichbaren Vorfall hat es in meiner Zeit, das sind 19 Jahre, oder davor nicht gegeben”, betonte Homole. Der Bezirksvorsteher erwähnte auch, dass sein Stellvertreter Michael Scholz die mutmaßlichen Täter später beobachtet haben dürfte, ohne von dem Vorfall gewusst zu haben. Die beiden sollen unter dem Einfluss von “Alkohol oder etwas anderem” gestanden sein, habe dieser berichtet.

Missethon bezeichnete Natschläger als hoch angesehenen verdienten Politiker, der auf unfassbare Weise fast aus dem Leben gerissen worden sei. “Die ÖVP hat auf das Thema Jugendgewalt immer wieder hingewiesen. Wir fühlen uns bestätigt, weiter in diese Richtung zu arbeiten”, erklärte der Generalsekretär in einer Aussendung und erneuerte die Forderung nach einer flächendeckenden Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln, um Täter in solchen Fällen ausforschen zu können.

“Die brutalen Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, damit der Bezirk wieder sicherer wird”, forderte der FPÖ-Bezirksparteiobmann Udo Guggenbichler in einer Aussendung. “ÖVP-Bezirksvorsteher Homole ist aufgerufen, seinem Parteifreund (Minister Günther, Anm.) Platter im Innenministerium endlich klarzumachen, dass verstärkte Polizeipräsenz besonders in Gebieten mit hohem Ausländeranteil das Gebot der Stunde ist”, erklärte Guggenbichler. Vor allem in Gürtelnähe müsse sofort gehandelt werden.

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