Atomgespräche mit Nordkorea fortgesetzt

Die Sechser-Gespräche mit Nordkorea über ein Ende seines Atomwaffenprogramms sind am Donnerstag in Peking fortgesetzt worden.

Die Vorlage eines amerikanischen Plans am Vortag mit Anreizen und einem dreimonatigen Zeitplan weckte vorsichtige Hoffnung auf Fortschritte. Doch wurde nicht sofort mit einer Antwort Nordkoreas gerechnet. Zu Beginn des zweiten Sitzungstages stellte Japan Energiehilfen in Aussicht. Mit China, Südkorea und Russland wollte es außerdem über weitere Entschädigungen für Nordkorea sprechen.

Der amerikanische Vorschlag stieß unter chinesischen Experten auf Zurückhaltung. In ersten Reaktionen in den staatlichen Medien wurde darauf verwiesen, dass der Plan als ersten Schritt immer noch die Aufgabe des Atomprogramms fordere. Auch dürften die genannten Anreize Nordkorea nicht weit genug gehen. Wenn Washington aber schrittweise seine harte Haltung ändern würde, wären das gute Nachrichten, hieß es. Das müsse sich aber im Verlauf der Gespräche zeigen.

Nordkorea hat bisher nur ein Einfrieren seines Programms im Gegenzug für Wirtschaftshilfe und Sicherheitsgarantien angeboten, sich aber zugleich zum langfristigen Ziel einer Entnuklearisierung bekannt. In einem eigenen, konkreten Vorschlag hatte Nordkoreas Unterhändler Kim Gye Kwan zum Auftakt der Gespräche erstmals Details für ein Einfrieren des Reaktorkomplexes in Yongbyon 90 Kilometer nördlich von Pjöngjang angeboten, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Die dritte Sechser-Runde soll bis Samstag dauern.

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