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Atomgefahr Iran? Konferenz in Wien

Die iranische Atompolitik ist am Samstag bei einer internationalen, gegen das iranische Regime gerichteten Konferenz in Wien scharf kritisiert worden.

Experten warnten vor dem Fanatismus des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. Dieser wolle ernsthaft die Vernichtung des jüdischen Staates Israel durch den Einsatz nuklearer Waffen herbeiführen, zeigte sich der US-Autor und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel in einer Video-Botschaft überzeugt.

Ahmadinejad sei der bedeutendste Holocaustleugner der Welt, ergänzte Wiesel. Es wäre die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft, seine Drohungen ernst zu nehmen und mit adäquaten Maßnahmen zu reagieren.

Der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser ließ per Brief ausrichten, es müsse ein globales Interesse sein, dass der Iran nicht zu Atomwaffen komme. Konferenzen wie diese leisteten einen großen Beitrag, um zu einer friedlichen Lösung des “Iran-Problems” zu kommen.

Unter den Referenten der Konferenz fanden sich Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten aus den USA, Österreich, Deutschland, Portugal und Israel, sowie iranische Oppositionelle. Benny Morris von der Ben Gurion Universität in Beersheva erklärte sich in seinem Vortrag überzeugt, dass der Iran einen zweiten Holocaust herbeiführen wolle.

Wirtschaftliche Themen

Auch der geplante Milliardendeal der OMV mit dem Iran war Thema. Nach Angaben von iranischen Oppositionsgruppen werde eine hochrangige Delegation der OMV in der zweiten Mai-Hälfte zu weiteren Verhandlungen nach Teheran reisen, teilten Sprecher der überparteilichen Plattform “Stop the Bomb – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm” mit.

Man dürfe grundsätzliche Prinzipien auf der Suche nach Öl nicht beiseiteschieben, denn dies würde in diesem Fall zu einer Katastrophe führen, warnte der Abgeordnete des europäischen Parlaments, Paulo Casaca. Er forderte ökonomische Sanktionen gegen das Atomprogramm des Iran.

Wie Stephan Grigat, österreichischer Politikwissenschaftler und Mitorganisator der Tagung, rhetorisch zugespitzt zusammenzufassen versuchte, ist die Konferenz “als Einspruch gegen die Gleichgültigkeit zu sehen, mit der große Teile der österreichischen und europäischen Öffentlichkeit dem Terror gegen die iranische Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der Teheraner Mullahs begegnen”.

“Stop the Bomb”

Simone Dinah Hartmann, Sprecherin der Plattform “Stop the Bomb”, meinte, dass die Konferenz zum einen eine Beschreibung, Analyse und Kritik der islamischen Diktatur im Iran sei. Zum anderen gelte es, das Verhältnis Europas und insbesondere Österreichs und Deutschlands zum iranischen Regime zu beleuchten.

Die Konferenz “Die iranische Bedrohung – Die Islamische Republik, Israels Existenzkampf und die europäischen Reaktionen” findet bis inklusive 4. Mai an der Universität Wien statt.

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