Atomenergiebehörde: Iran-kritische Resolution

Die internationale Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) hat am Freitag einstimmig einen Resolutionsentwurf zum iranischen Atomprogramm verabschiedet.

Die internationale Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) hat am Freitag einstimmig einen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien überarbeiteten Resolutionsentwurf zum iranischen Atomprogramm verabschiedet, in dem die nicht ausreichende Kooperation Teherans „bedauert“ wird und der Iran aufgefordert wird, seine Zusammenarbeit mit der IAEA zu verbessern.

„Die Kooperation sei nicht so umfangreich, zeitgerecht und aktiv gewesen, wie sie habe sein sollen“, heißt es in der Resolution. Der Iran wird aufgefordert, sofort alle Versäumnisse bei der Deklarierung von nuklearem Material nachzuholen. Das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag, das der Iran unterzeichnet hat, sollte zudem raschest ratifiziert werden.

Die IAEO fordert den Iran auf, „freiwillig“ davon Abstand zu nehmen, Tests in den Urananreicherungsanlagen durchzuführen sowie mit dem Bau eines geplanten Schwerwasserreaktors zu beginnen. In einem Schwerwasserreaktor kann Natur-Uran direkt in Brennelementen verwendet werden, ohne erst in komplizierten Verfahren das spaltbare Isotop Uran-235 anreichern zu müssen. Als Abfallprodukt fällt Plutonium an, das zum Bau von Atombomben verwendet werden kann.

Zudem wird der Iran aufgefordert, zur Klärung der Frage von radioaktiven Spuren in einer iranischen Nukleareinrichtung beizutragen. Die IAEO fordert auch dritte Staaten zur sofortigen Zusammenarbeit auf. Dies sei notwendig, um insbesondere die Fragen der radioaktiven Spuren zu klären.

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