Atherosklerose: Erfolg für Wissenschafter der MedUni Wien

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Wiener Wissenschafter ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Schlaganfälle und Herzinfarkte gelungen.

Das Team von den Abteilungen für Angiologie bzw. Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin II (AKH), das seine Arbeit vor wenigen Tagen in der international angesehenen Fachzeitschrift “Stroke” veröffentlichte: “Marker für Apoptose (“Programmierter Zelltod” bei vorhergehender schwerer Schädigung, Anm.) werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Das lösliche Apoptose-stimulierende Protein-Fragment (sFAS) wurde bereits als Prognosefaktor für Patienten mit chronischer Herzschwäche identifiziert, seine Bedeutung für Patienten mit Atherosklerose (Gefäßverkalkung) war bisher aber noch nicht voll geklärt.”

981 Patienten untersucht

Erstautor Matthias Hoke und die Co-Autoren untersuchten daher 981 Patienten mit asymptomatischen atherosklerotischen Veränderungen der Halsschlagadern – ein wesentlicher Risikofaktor für Schlaganfälle, weiters ein per Ultraschalluntersuchung leicht bestimmbares Indiz für vorliegende Atherosklerose insgesamt – auf ihre Konzentrationen von sFAS im Blut. Die Beobachtungszeit betrug im Durchschnitt 6,2 Jahre.

Co-Autor Alexander Niessner von der Klinischen Abteilung für Kardiologie an der Wiener Universitätsklinik: “Die Patienten hatten eine bisher symptomlose Atherosklerose. In der Studie hat sich herausgestellt, dass jene Personen, die unter die 20 Prozent der Probanden mit den höchsten sFAS-Werten im Blut fielen, eine um das 2,3-Fache erhöhte Gesamtmortalität und eine um das 2,4-Fache erhöhte Herz-Kreislauf-Sterblichkeit aufwiesen.” Das Ergebnis, es waren insgesamt 250 Todesfälle (25,5 Prozent), davon 165 Herz-Kreislauf-Todesfälle (66 Prozent) registriert worden, war statistisch hoch signifikant.

Atherosklerose-Risikofaktoren: Bestimmung ist wichtig

Niessner: “Bisher hat man vor allem den Entzündungsmarker C-reaktives Protein als Prognosefaktor angesehen. Durch eine Kombination mit sFAS könnte man die Aussagekraft aber offenbar deutlich erhöhen.” Solche Risikobestimmungen sind deshalb so wichtig, weil sie ein Kriterium für allfällige vermehrte präventive Maßnahmen sein können. Atherosklerose ist ab einem gewissen Alter ein generelles Problem, aber nicht bei allen kommt es zu Herzinfarkt, Schlaganfall etc.

APA/Vienna.at

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