Asylantragszahlen im ersten Quartal verdoppelt

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach sich für eine "weiterhin konsequente Linie" in der Asylpolitik aus.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach sich für eine "weiterhin konsequente Linie" in der Asylpolitik aus. ©APA/HANS PUNZ
Die Zahl der Asylanträge hat sich im ersten Quartal verdoppelt. Aus der Ukraine geflüchtete Menschen, werden in dieser Statistik nicht dazugezählt.

Laut Zahlen des Innenministeriums haben im ersten Quartal 11.118 Personen einen Asylantrag gestellt. Die meisten kamen von Afghanen (3.145), gefolgt von Syrern (2.978) und Tunesiern (730). Vertriebene aus der Ukraine werden wegen der bestehenden Sonderregelung nicht dazugezählt.

Asylanträge doppelt so hoch wie im ersten Quartal 2021

Die Asylanträge haben sich damit im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das geht aus der vorläufigen Asylstatistik für die ersten drei Monate hervor, die am Samstag veröffentlicht wurde.

Im selben Zeitraum wurden laut Innenministerium 5.350 rechtskräftige Schutzgewährungen erteilt, dazu zählen Asyl, subsidiärer Schutz sowie humanitäre Aufenthaltstitel. 10.955 Entscheidungen waren hingegen rechtskräftig negativ. Es gab 2.084 Außerlandesbringungen und 1.017 Aberkennungsverfahren, davon 485 wegen Straffälligkeit.

Karner will weiter " konsequente Linie" bei Asylpolitik verfolgen

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach sich in einer Aussendung für eine "weiterhin konsequente Linie" in der Asylpolitik aus. Dies sei auch notwendig, damit kriegsvertriebene Ukrainerinnen und Ukrainer Hilfe und Schutz in Österreich bekommen.

(APA/Red)

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