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Asyl-Bundesamt reicht Anzeige gegen Peter Pilz wegen übler Nachrede ein

Gegen Peter Pilz liegt eine weitere Anzeige vor.
Gegen Peter Pilz liegt eine weitere Anzeige vor. ©APA
Das Ermittlungsverfahren gegen Peter Pilz wegen "angeblicher sexueller Belästigung" wurde zwar eingestellt, nun brachte jedoch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl eine Anzeige wegen übler Nachrede gegen den Politiker bei der Staatsanwaltschaft ein.
Verfahren gegen Pilz eingestellt

Nach der Einstellung des Verfahrens wegen sexueller Belästigung ist gegen Peter Pilz eine weitere Anzeige eingebracht worden. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) hat bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung wegen übler Nachrede eingebracht, berichtete die “Kronen Zeitung” am Donnerstag. Pilz hatte den Beamten in einem Video “amtlichen Mordversuch” vorgeworfen.

Asyl-Bundesamt brachte Anzeige gegen Pilz ein

Pilz hatte in dem Facebook-Beitrag, in dem es um die Abschiebung eines Asylwerbers aus Afghanistan ging, “massive Vorwürfe” gegen das BFA erhoben, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung, die der APA vorliegt. Konkret sagte der Listengründer darin: “Das ist amtlicher, das ist ein amtlicher Mordversuch.” Zudem warf er der Behörde in diesem konkreten Fall die Verbreitung “gezielter Unwahrheiten” vor.

“Festzuhalten ist, dass die Vorwürfe von Dr. Peter Pilz falsch sind. Die von ihm angegebenen Verwaltungsbehörden haben rechtskonform gehandelt”, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung des BFA. Angeregt wird darin die Überprüfung der strafrechtlichen Sachverhalte der üblen Nachrede und allenfalls auch der Beleidigung. Eingebracht wurde die Anzeige laut Bestätigung der Staatsanwaltschaft Wien bereits am Freitag.

Beratungen bei Liste Pilz werden fortgeführt

Indes gingen am Donnerstag die Beratungen bei der Liste Pilz zur personellen Neuaufstellung weiter. Pilz hatte nach der Einstellung des Verfahrens gegen ihn wegen sexueller Belästigung angekündigt, ins Parlament zurückzukehren. Für einen Platz als Abgeordneter müsste allerdings einer oder eine der acht Mandatare verzichten. Laut offizieller Auskunft dürfte die interne Diskussion noch einige Tage dauern.

(APA/Red)

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