Astrologen wollen besseres Image

Mit Ethik-Richtlinien und einer Beschwerdekommission wollen Österreichs gewerbliche Astrologen ihr Image verbessern. Von der Zeitungs-Astrologie distanzieren sie sich.

Mit diesem Schritt grenze man sich von unseriösen und “mittelalterlichen” Vorhersagen von TV- und Zeitungs-Astrologen ab, erklärte Peter Fraiss, Fachgruppensprecher in der Wirtschaftskammer, diesen Schritt am Donnerstag. “Dort wird ja so getan, als wären Sie eine Marionette, die an den Sternen hängt.”

Prophezeiungen wie das Finden des Traummannes hätten nichts mit Astrologie zu tun, betonte Fraiss. Ein seriöser Sterndeuter mache keine konkreten Prognosen, sondern könne nur einen Rückschluss auf “Zeitqualität” geben. Damit sei der Hinweis gemeint, dass bestimmte Zeiträume besser für berufliche oder private Aktivitäten geeignet seien. Auch Talente könnten von Astrologen erkannt werden.

Mit eigenen Richtlinien, in denen der Ablauf einer Klientenberatung vorgegeben wird, wolle man ein Signal für Seriosität setzen, erklärte Fraiss. Sollte es bei Sterndeutungen dennoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Kunden und dem Astrologen kommen, könnten Kunden nun außerdem eine Beschwerdekommission einschalten. Das Problem wird dann von der Schlichtungsstelle erörtert.

Informationen über gewerbliche Astrologen, die sich nach den neuen Qualitätsstandards richten, gibt es auf der Internetseite http://www.astrologinnen.at – gemeint ist ein so genanntes Binnen-I; männliche Astrologen sind auch angesprochen.

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