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Asien: Erdbeben versetzt Menschen in Panik

Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe hat ein neues gewaltiges Seebeben im Indischen Ozean die Menschen in der Region in Panik versetzt. Mittlerweile konnte Entwarnung gegeben werden.

Nach Angaben des US-Erdbebeninstituts (USGS) erreichten die Erdstöße vor der indonesischen Insel Sumatra die Stärke von 8,7 auf der Richterskala; zuvor hatte es geheißen, das Beben habe eine Stärke von 8,2 bis 8,5. Auf der Insel Nias kamen laut dem US-TV-Sender CNN 50 Menschen ums Leben.

Rund zwei Stunden nach dem Beben gab der meteorologische Dienst Indonesiens aber teilweise Entwarnung: Es sei wenig wahrscheinlich, dass es zwei Stunden nach dem Beben und ohne Anzeichen für Tsunamis noch zu einer Flutwelle kommen werde, sagte ein Vertreter des geophysikalischen Instituts in der Hauptstadt Jakarta. Auch die thailändischen Behörden gaben drei Stunden danach Entwarnung. Im österreichischen Außenministerium trat um 20.00 Uhr ein Krisenstab zusammen.

Das Seebeben ereignete sich demnach um 18.09 Uhr (MESZ) etwa 200 Kilometer vor der Küste Sumatras, wie das US-Erdbebeninstitut mitteilte. Die Regierungen Thailands und Sri Lankas lösten Tsunami-Alarm aus, Indien gab eine Tsunami-Warnung für den südlichen Staat Tamil Nadu aus, wie ein örtlicher Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Susan Hough vom US Geological Survey rechnete damit, dass es „eine große Welle geben“ könnte, wie sie am Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Indonesien war von der Flutkatastrophe am 26. Dezember am schwersten betroffen. Das Beben am 26. Dezember hatte die Stärke 9,0; in den Flutwellen starben in den insgesamt elf betroffenen Staaten mindestens 273.000 Menschen.

Auf der Insel Nias südlich von Sumatra kamen nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN 50 Menschen ums Leben, 300 Häuser seien zerstört. Vize-Behördenchefs Agus Mendrofa sagte zuvor, „dutzende Menschen“ seien gestorben. Die Erdstöße hätten zudem schwere Sachschäden verursacht, sagte er dem lokalen Fernsehsender Metro TV. In der Inselhauptstadt Gumung Sitoli seien hunderte Häuser eingestürzt. Unter den Trümmern lägen viele Menschen. Tausende Einwohner seien auf umliegende Anhöhen geflohen. Straßen seien unpassierbar und öffentliche Gebäude schwer beschädigt. Es gab laut Mendrofa mehrere Nachbeben.

Mit Flutwellen rechnete das geophysikalische Institut in Jakarta allerdings nicht. Drei Stunden nach dem Beben gab auch der Vize-Direktor des thailändischen Meteorologie-Instituts im thailändischen Fernsehen Entwarnung: Die Leute könnten nach Hause gehen, sagte Chalermchai Akekantrong.

Auch ein Seismologe von der Erdbebenwarte in Straßburg versuchte zu beruhigen: Die „freigesetzte Energie des neuen Bebens“ sei “30-mal schwächer als die des Bebens vom 26. Dezember“, sagte Mustapha Megharoui der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings liege das Epizentrum nur maximal 40 Kilometer unter der Oberfläche des Ozeans; so ein oberflächliches Beben sei umso gefährlicher. Das Epizentrum lag nicht weit vom Epizentrum des Seebebens vom Dezember entfernt, wie die indonesischen Behörden mitteilten.

Indonesischen Angaben zufolge lag das Epizentrum vor der Südostküste Sumatras in 33 Kilometern Tiefe im Indischen Ozean. Unmittelbar nach dem Beben waren aus vielen Teilen Indonesiens panikartige Reaktionen der Bevölkerung gemeldet, vielerorts fiel der Strom aus. Die Großstädte Medan und Padang waren telefonisch nicht erreichbar. Die Erdstöße waren sogar in der hunderte Kilometer entfernten malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu spüren; dort flohen Menschen aus Hochhäusern, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.

Auch auf den indischem Andamanen und Nicobaren-Inseln brach Panik aus, Inselbewohner flohen ins Landesinnere, wie ein Hotelbesitzer am Telefon berichtete. Die indischen Inseln waren von dem Beben am 26. Dezember schwer betroffen.

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