Asfinag testet Ökoenergie-Speicheranlage

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Die Asfinag testet an der Südautobahn eine neue Ökoenergie-Speicheranlage - Das System soll zur Stromversorgung von diversen Einrichtungen an Autobahnen eingesetzt werden.

Die Asfinag (Autobahnen und Schnellstraßen Finanzierungsgesellschaft) testet gegenwärtig auf dem Parkplatz Leobersdorf der Südautobahn (A 2) in Fahrtrichtung Wien eine weltweit neuartige Energiespeicheranlage, die mit Sonnen- und Windkraft gespeist wird. „Verläuft der Test der ferngesteuerten und fernüberwachten Anlage erfolgreich, wollen wir die neue Technologie unter anderem zur Stromversorgung von Schilderbrücken und Mautportalen, aber auch zur Beleuchtung von Parkplätzen und zur Absicherung von Baustellen einsetzen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Walter Hecke.

Ökologisch und ökonomisch attraktiver

Wie die Asfinag erläuterte, kann die Nutzung von Sonnen- und Windenergie – insbesondere in alpinen Regionen – ökologisch und ökonomisch attraktiver sein als das Verlegen langer elektrischer Leitungen. Da dieser Ökostrom aber unregelmäßig anfällt und die Einspeisung nur bei vorhandenen Leitungen möglich ist, muss er gespeichert werden. Diese Aufgabe erfüllt bei dem Pilotversuch eine neuartige Vanadium-Redox-Batterie, die an ein Windrad und eine Photovoltaik-Anlage (je ein kW) gekoppelt ist.

In der von der Austrian Research Centers-Tochter FWG entwickelten Batterie wird elektrische in chemische Energie umgewandelt und in zwei Flüssigkeiten gespeichert. Zum Aufladen und Entladen werden die Flüssigkeiten durch einen Zellenblock gepumpt. Je größer dieser Block, desto höher die Leistung – je mehr Flüssigkeit zur Verfügung steht, desto mehr Energie lässt sich speichern.

Funktionstüchtig auch bei Wolken?

Die Asfinag und die Projektpartner Autostrada del Brennero und Autostrade per l’Italia haben das Vorhaben mit je 170.000 Euro gefördert. In der Praxis soll sich nun erweisen, ob sich das System als dauerhaft leistungs- und speicherfähig sowie zuverlässig erweist, auch wenn vorüber gehend keine Energie aus Wind und Sonne verfügbar ist.

Forschungsstaatssekretär Eduard Mainoni (F) begrüßte die F & E-Aktivitäten der Asfinag, die in Zukunft mit einem Entwicklungsteam von acht bis zehn Personen aktive Forschungsaktivitäten im LakeSide Science & Technology Park in Klagenfurt betreiben werde.

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