ASEAN-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

Treffen dauerte drei Tage
Treffen dauerte drei Tage ©APA (epa)
Die ASEAN-Staaten haben sich bei ihrem Gipfel auf eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit verständigt. Asien brauche ein neues Wachstumsmodell, das weniger auf westlichen Partnern wie den USA und stattdessen stärker auf regionalen Handelsabkommen basiere, sagte der Gastgeber des Treffens und thailändische Ministerpräsident Abhisit am Ende des dreitägigen Treffens am Sonntag.

“Das alte Wachstumsmodell, bei dem wir – vereinfacht gesagt – vom Bedarf des Westens an hier produzierten Gütern und Dienstleistungen abhängig sind, wird uns in Zukunft nicht länger gute Dienste leisten.” Dies habe die Finanzkrise bewiesen.

Vorläufige Unterstützung fand der Plan Japans zum Aufbau einer Wirtschaftsgemeinschaft nach Vorbild der EU. “Ich denke, dass meine langfristige Vision einer Ostasiatischen Union vom Großteil der Teilnehmer begrüßt wurde”, sagte der japanische Ministerpräsident Hatoyama. Zugleich forderte er die Staats- und Regierungschefs auf, auch trotz wachsender Anzeichen für eine Wirtschaftserholung – vor allem in Asien – an ihren Konjunkturprogrammen festzuhalten. Es gebe keinen Anlass, sich zurückzulehnen. Dem Arbeitsmarkt gehe es “schrecklich”, sagte er.

Nach Vorstellung Japans sollen dem neuen Block neben den zehn Mitgliedern der Gemeinschaft südostasiatischer Nationen (ASEAN) auch Indien, Australien und Neuseeland angehören. Der Aufbau der Gemeinschaft dürfte allerdings länger als ein Jahrzehnt dauern. Zentraler Bestandteil könnte dann auch die Einführung einer Form von regionaler Währung sein.

Die burmesische Militärjunta stellte auf dem ASEAN-Gipfel weitere Erleichterungen für die seit Jahren unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Suu Kyi in Aussicht.

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