"Ärzte ohne Grenzen" zieht sich zurück

"Ärzte ohne Grenzen" zieht sich aus dem Süden Afghanistans zurück. Der Schritt  wurde mit zunehmenden Angriffen auf humanitäre Organisationen begründet.

Die Ärzte betreuten in einem Lager mit mehr als 40.000 Flüchtlingen Basisgesundheitsprojekte und ein Ernährungszentrum. Der Rückzug der Helfer gefährdet nach eigenen Angaben den Zugang der Vertriebenen zu medizinischer Versorgung. In der Stadt Kandahar und anderen Regionen liefen die Projekte weiter.

Der Rückzug bedeute, dass für das Wüstenlager, 20 Kilometer von Kandahar entfernt, keinerlei Möglichkeiten für die Bewohner mehr bestünden, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Ärzte ohne Grenzen untersuche derzeit, wie den Vertriebenen im südlichen Afghanistan trotz zunehmender Gewalt gegen Hilfsorganisationen geholfen werden könne. Erschwert werde die Arbeit vor allem, weil alle Konfliktparteien dazu beigetragen hätten, die Neutralität der Hilfsorganisationen in Frage zu stellen.

Verschiedene Hilfsorganisationen hätten in der Vergangenheit dazu aufgerufen, das Mandat der NATO-geführten Truppen (ISAF) auf andere Regionen auszuweiten, um die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten. „Nach Ansicht von Ärzte ohne Grenzen tragen solche Appelle dazu bei, das Bild der Hilfsorganisationen als unabhängige und neutrale Akteure zu verwischen”, schrieb die Berliner Sektion.

APA/AP) – “Ärzte ohne Grenzen” zieht sich aus dem Süden Afghanistans zurück. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag wurde der Schritt mit zunehmenden Angriffen auf humanitäre Organisationen begründet. Die Ärzte betreuten in einem Lager mit mehr als 40.000 Flüchtlingen Basisgesundheitsprojekte und ein Ernährungszentrum. Der Rückzug der Helfer gefährdet nach eigenen Angaben den Zugang der Vertriebenen zu medizinischer Versorgung. In der Stadt Kandahar und anderen Regionen liefen die Projekte weiter.

Der Rückzug bedeute, dass für das Wüstenlager, 20 Kilometer von Kandahar entfernt, keinerlei Möglichkeiten für die Bewohner mehr bestünden, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Ärzte ohne Grenzen untersuche derzeit, wie den Vertriebenen im südlichen Afghanistan trotz zunehmender Gewalt gegen Hilfsorganisationen geholfen werden könne. Erschwert werde die Arbeit vor allem, weil alle Konfliktparteien dazu beigetragen hätten, die Neutralität der Hilfsorganisationen in Frage zu stellen.

Verschiedene Hilfsorganisationen hätten in der Vergangenheit dazu aufgerufen, das Mandat der NATO-geführten Truppen (ISAF) auf andere Regionen auszuweiten, um die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten. „Nach Ansicht von Ärzte ohne Grenzen tragen solche Appelle dazu bei, das Bild der Hilfsorganisationen als unabhängige und neutrale Akteure zu verwischen”, schrieb die Berliner Sektion.

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