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Arthur

Uninspiriertes Komödien-Remake mit Russell Brand und Helen Mirren: Der Versuch von Regisseur Jason Winer kommt trotz vielversprechenden Casts nicht über einige nette Ideen hinaus. Ab 6. Mai im Kino.
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Kein Pep und noch weniger anarchisches Potenzial: Trotz eines vielversprechenden Casts kommt die US-Komödie “Arthur”, ein Remake des gleichnamigen Films von 1981, reichlich uninspiriert daher. Russell Brand und Helen Mirren hätten als verwöhnter Millionenerbe und dessen Nanny und Ersatzmutter eigentlich ein schräges Leinwand-Duo ergeben können – doch der Versuch von Regisseur Jason Winer kommt über einige nette Ideen nicht hinaus. Ab Freitag im Kino.

Brand (“Nie wieder Sex mit der Ex”) gibt den unverschämt reichen Arthur Bach, Sprössling des gleichnamigen Imperiums, der dem Ansehen des Unternehmens mit seinen dauerbetrunkenen Playboy-Mätzchen immer mehr schadet und folglich durch eine arrangierte Ehe mit der karrieregeilen Susan (Jennifer Garner) zumindest ansatzweise aus dem Verkehr gezogen werden soll. Der Plan der Mutter gleicht einer Erpressung – denn wenn Arthur nicht heiratet, bekommt er künftig kein Geld mehr.

Das unmoralische Dilemma erhält zusätzlich Brisanz, als sich Arthur in die selbst ernannte Fremdenführerin Naomi (Greta Gerwig) verliebt – doch die klassischen Wirrungen der Romantic Comedy vertragen sich schließlich noch weniger mit dem brachialen Klamauk des britischen Comedians. Brands Figur ist in ihrer seltsamen Eindimensionalität weder sonderlich liebenswert noch richtig subversiv, die Ausflüge mit dem Batmobil oder vermeintlich ausgeflippte öffentliche Auftritte bleiben ziemlich brav.

Ihre besten Szenen hat die insgesamt laue Komödie, wenn die dandyhaften Extravaganzen ein wenig ausgekostet werden: etwa Arthurs eigenwillige Beobachtungen in der Badewanne mit goldenem Fernglas oder ein Dinner im leergeräumten Grand Central. Dennoch hat man bei Brand das Gefühl, dass er als Sidekick definitiv lustiger war. Jennifer Garner und ihr Filmvater Nick Nolte ertrinken förmlich im Klischee ihrer Rollen. Und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren ist als schlagfertiger Counterpart Hobson definitiv viel zu cool für diesen Film. (Daniel Ebner/APA)

www.arthurfilm.de

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