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Architektur im Wiener Ringturm: Ausstellung Mario Botta - Sakrale Bauten startet

Kriche Papst Johannes XXIII. / Seriate, Italien/ 1994 - 2004, Mario Botta.
Kriche Papst Johannes XXIII. / Seriate, Italien/ 1994 - 2004, Mario Botta. ©Mario Botta/Enrico Cano
Im Zuge der Reihe "Architektur im Ringturm" des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, startet am 19. März die umfangreiche thematische Ausstellung: "Mario Botta-Sakrale Räume". Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Das Wiener Ausstellungszentrum im Ringturm rückt ab morgen, Dienstag, unter dem Titel “Sakrale Räume” den Fokus auf die kirchlichen Werke des 75-Jährigen und präsentiert 22 Bauten zwischen dem Zillertal und dem chinesischen Yinchuan. Gezeigt werden nicht nur die eigens angefertigten Schwarz-Weiß-Fotografien und Skizzen, die die sakralen Räume sowohl in Innen- wie Außenansichten präsentieren, sondern auch aus Vollholz gefertigte und detailreich ausgestaltete Modelle, die in ihrer Dreidimensionalität die ganze Kraft von Bottas Entwürfen erfahrbar machen.

Mario Botta präsentiert 22 Bauten zwischen Zillertal und chinesischen Yinchuan

Mario Botta gilt als einer der Protagonisten der „Neuen Tessiner Architektur“ in den 1970er Jahren. Das Tessin ist die mediterrane Seele der Schweiz, hier wurde Botta erstmals sakralarchitektonisch tätig – und zwar im Zuge der Errichtung der kleinen Kapelle im Kapuzinerkloster Bigorio im Kanton Tessin. Botta war zu diesem Zeitpunkt noch Student in Venedig, seine bis heute ungetrübte Vorliebe zu Baumaterialien wie Naturstein, Backstein und Beton sowie zu klaren Formen mit unterbrochenen Linien zeichnete sich aber schon damals ab.

Im Jahr 1943 im Tessiner Mendrisio geboren, hat Botta in den vergangenen fünf Jahrzehnten über 100 Bauwerke auf der ganzen Welt geschaffen: vom Einfamilienhaus in der Schweiz über Bibliotheken in Dortmund und Peking bis hin zu Bankgebäuden in Athen und einem Museum in San Francisco. Ein Leben für die Architektur, mit einer großen Liebe für Sakralbauten: Bottas Werk umfasst katholische Kapellen und Kirchen in Italien, der Schweiz, Frankreich und in Österreich (im Zillertal in Tirol), aber auch eine Synagoge in Israel. Im Bau befinden sich eine Moschee in China an der Grenze zur Mongolei sowie eine christliche Kirche in Südkorea, in der Nähe von Seoul, und ein orthodoxes Gemeindezentrum in der Ukraine.

Ausstellung über Mario Botta im Wiener Ringturm

Spuren großer Meister der Moderne – von Le Corbusier bis Kahn, von Michelucci bis Scarpa – verbergen sich hinter Mario Bottas Zeichenstift. Ein besonderes Augenmerk legt der gebürtige Schweizer auf den „spazio del sacro“, zu Deutsch: „Raum der Stille“. Die aktuelle Architekturausstellung des Wiener Städtischen Versicherungsvereins thematisiert den Umgang des international hoch geschätzten Architekten mit klerikalen Räumen und präsentiert einen eindrucksvollen Querschnitt durch das sakrale Schaffen des Schweizer „Kirchenbauers“. Diese Schau dokumentiert zugleich die berufliche Entwicklung Bottas über mehrere Jahrzehnte, in denen er die Möglichkeit nutzte, in unterschiedlichen landschaftlichen Kontexten zu arbeiten. Am Beispiel der Sakralbauten von Botta scheint es zudem, als ob das Planen und Bauen von sakralen Orte dazu veranlasst, sich auf radikale Weise mit dem Sinn und der Bedeutung des architektonischen Tuns auseinanderzusetzen.

Eröffnung: 18. März 2019 – 18:00 Uhr
Datum: 19. März bis 31. Mai 2019
Kurator: Adolph Stiller
Ausstellungsort: Ausstellungszentrum im Ringturm, Schottenring 30, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Mo – Fr 09:00 bis 18:00 Uhr / an Feiertagen geschlossen
Eintritt: Frei

(APA/Red)

 

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