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Architektenbrüder Orntner erhielten Staatspreis in "ihrem" MQ in Wien

Die Architekten Laurids und Manfred Ortner bei ihrer Würdigung im Wiener Museumsquartier.
Die Architekten Laurids und Manfred Ortner bei ihrer Würdigung im Wiener Museumsquartier. ©APA
Am Dienstag haben die Erbauer des Wiener Museumsquartiers, das Architektenbrüderpaar Laurids und Manfred Ortner, den Großen Österreichischen Staatspreis 2020 erhalten - passenderweise im MQ. Am Dach des Leopold Museums, in der neuen "Libelle", wurde den beiden die mit 30.000 Euro dotierte Würdigung von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) überreicht.

Und für die Laudatio zeichnete Kollege Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au verantwortlich. "Laurids und Manfred Ortner beeindrucken nicht nur durch die hohe Qualität, sondern vor allem durch die Vielfalt ihrer Arbeit, die in Wien sowie international von großer Bedeutung und Sichtbarkeit ist", so Staatssekretärin Mayer. "All diese Baukunstwerke sind Visitenkarten ihrer langjährigen höchst erfolgreichen Arbeit und Geschenke für die jeweiligen Städte und Gesellschaften, die sie schon jetzt bereichern und noch lange bereichern werden."

Großer Österreichischer Staatspreis wird jährlich überreicht

Der Staatspreis ist die höchste Auszeichnung der Republik für ein künstlerisch herausragendes Lebenswerk und erfolgt auf den Vorschlag des 21-köpfigen Österreichischen Kunstsenats. Dieser nominiert jährlich Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur oder Musik ohne festgelegtes Rotationsprinzip. In der Sparte Architektur ging der Staatspreis vor den Ortners zuletzt 2015 an Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan.

Die beiden aus Linz stammenden Architekten Laurids (79) und Manfred (76) Ortner sind heute vor allem für ihre Neugestaltung des MQ-Areals bekannt, für das sie 1990 den Architekturwettbewerb gewannen. Sie konzipierten hierfür das mumok - Museum moderner Kunst, die Kunsthalle Wien und nicht zuletzt das Leopold Museum, auf dessen Dach nach ihren Planungen schließlich heuer auch noch die "Libelle" eröffnet wurde. Die beiden Brüder hatten bereits 1987 gemeinsam das Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst in Düsseldorf ins Leben gerufen. Alsbald entstanden Ableger in Wien, aber auch in Berlin und Köln.

Entsprechend breit aufgestellt ist denn auch das Oeuvre der beiden Baukünstler im deutschsprachigen Raum. In Dresden zeichnete man für die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek verantwortlich, für Zürich schuf man das Schiffbau - Theater und Kulturzentrum und im Duisburger Hafen mit dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen das größte Archivgebäude Deutschlands. Daneben etablierte sich Ortner & Ortner aber auch im scheinbar profanen Bürobausektor, wo man markante Bauten wie das Berliner ARD Hauptstadtstudio oder den City Tower Wien schuf.

(APA/Red.)

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