Arbeitsunfall in NÖ: Prozess wegen fahrlässiger Tötung

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Bauherrn bis zu zwei Jahre Haft.
Im Falle einer Verurteilung drohen dem Bauherrn bis zu zwei Jahre Haft. ©pixabay.com (Sujet)
Am Mittwoch muss sich ein Bauherr wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Bei einer von ihm veranlassten Tätigkeit starben im Juni 2019 zwei Arbeiter.
Arbeitsunfall in NÖ

Ein Bauherr muss sich am Mittwoch am Landesgericht St. Pölten nach einem Arbeitsunfall in Haag (Bezirk Amstetten) wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Dem 30-Jährigen wird vorgeworfen, Tätigkeiten in einer etwa zweieinhalb Meter tiefen, ungesicherten Künette entgegen Schutzbestimmungen veranlasst zu haben. Bei dem Unfall im Juni des Vorjahres starben ein Rumäne und ein Ukrainer.

Prozess: Mann drohen bis zu zwei Jahre Haft

Die Saisonarbeiter im Alter von 38 Jahren wurden unter einer einstürzenden Steinwand verschüttet. Der Angeklagte, Bauherr und Dienstgeber der beiden Männer, verstieß nach Angaben des Gerichts gegen Bestimmungen der Bauarbeiterschutzverordnung. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mostviertler bis zu zwei Jahre Haft.

Prozess vertagt

Der Prozess gegen einen 31-Jährigen am Landesgericht St. Pölten wegen fahrlässiger Tötung ist auf 18. März vertagt worden. Der Richter betonte, dass die Befragung des Baggerfahrers notwendig sei.

Am Mittwoch fehlte der Mann, der am 1. Juni 2019 die Grabungsarbeiten beim Einsturz einer Künette in Haag (Bezirk Amstetten) mit zwei Toten durchgeführt hatte. Er war krank.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Arbeitsunfall in NÖ: Prozess wegen fahrlässiger Tötung
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen