Arbeitslosigkeit sinkt unter Vorkrisenniveau

Laut Arbeitsminister Martin Kocher sind in Österreich rund 120.000 Stellen derzeit offen.
Laut Arbeitsminister Martin Kocher sind in Österreich rund 120.000 Stellen derzeit offen. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Der ARbeitsmarkt erholt sich. Erstmals seit Beginn der Coronakrise sinken die Arbeitslosenzahlen unter das Vorkrisenniveau von 2019. Derzeit sind 268.028 Personen arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen (ohne Schulungsteilnehmer) hat erstmals seit Beginn der Krise das Niveau der Vergleichswoche von 2019 vor der Coronakrise unterschritten. Mit 268.028 beim AMS gemeldeten arbeitslosen Personen gibt es um 1.129 Arbeitslose weniger als 2019, teilt das Arbeitsministerium mit. Nimmt man alle Arbeitslosen inklusive Schulungsteilnehmer, ist die Gesamtzahl mit 335.058 (2021) immer noch höher als 2019 mit 329.083. Derzeit gibt es 67.030 Schulungsteilnehmer, in der Vergleichswoche 2019 waren es 59.926 Personen in Schulungen.

Arbeitslosigkeit sank letzte Woche um rund 4.600 Personen

Die Arbeitslosigkeit ist innerhalb der letzten Woche um rund 4.600 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr 2020, das noch stärker von der Coronakrise geprägt war, sind derzeit um rund 78.200 Personen weniger beim AMS arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig gebe es mit rund 120.000 freien Jobs einen Rekord an offenen Stellen, allerdings mit regionalen Unterschieden: Während in Wien ein Stellenmangel vorherrscht, suchen Betriebe in vielen anderen Bundesländern verstärkt nach qualifizierten Arbeitskräften. Die Anmeldungen zur Kurzarbeit liegen derzeit bei 62.387, wobei jedoch die tatsächlichen monatlichen Abrechnungen entscheidend sind.

Kocher und Kurz zeigten sich erfreut über sinkende Zahlen

Arbeitsminister Martin Kocher und Bundeskanzler Sebastian Kurz (beide ÖVP) zeigen sich in einer Aussendung erfreut übe die sinkenden Arbeitslosenzahlen. Die Maßnahmen der Bundesregierung hätten gewirkt, Österreich erhole sich schneller als erwartet von den Folgen der Weltwirtschaftskrise.

"Die Wirtschaft wächst weiter und wir müssen dafür sorgen, dass nun jene, die arbeiten können auch arbeiten gehen, die offenen Stellen besetzt werden und der Aufschwung bei allen ankommt", so Kurz. Für Kocher kam das Erreichen des Vorkrisenniveaus "weitaus schneller als ursprünglich erwartet". Jetzt konzentriere man sich weiter auf Qualifizierungsmaßnahmen und die Reduktion der Langzeitarbeitslosigkeit. Dazu werden in Kooperation mit dem AMS viele Jobbörsen veranstaltet. "Die Überwindung der Krise am Arbeitsmarkt zeigt zudem einmal mehr, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um einen Reformdialog zur Arbeitslosenversicherung Neu zu starten", so Kocher.

(APA/Red)

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