Arbeitslosigkeit senken: AK fordert "endlich ernsthafte Bemühungen"

Renate Anderl will von der Regierung "volle Kraft, um den Arbeitsmarkt wieder in Ordnung zu bringen" sehen.
Renate Anderl will von der Regierung "volle Kraft, um den Arbeitsmarkt wieder in Ordnung zu bringen" sehen. ©APA/HANS PUNZ (Symbolbild)
Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer (AK) fordert "endlich ernsthafte Bemühungen", um die Arbeitslosigkeit nach unten zu bringen und Arbeitnehmer fit für die Jobs der Zukunft zu machen.
Dezember: Gut 400.000 Arbeitslose

So müsse jetzt eine Joboffensive in Schlüsselbereichen wie Elementarpädagogik, Bildung, Pflege, Digitalisierung und Ökologisierung angegangen werden. "Ich habe das Jammern nach Fachkräften satt, wenn ich sehe, dass Betriebe immer weniger selbst ausbilden."

Forderung an Regierung

Anderl fordert von der Bundesregierung im neuen Jahr "volle Kraft, um den Arbeitsmarkt wieder in Ordnung zu bringen". Es gebe mit mehr als 400.000 Menschen auf Arbeitsuche bzw. in Schulungen nämlich "überhaupt keinen Grund, nachzulassen". Es brauche Joboffensiven in Zukunftsbranchen, Qualifizierungsmaßnahmen, eine Bessere Vereinbarkeit von Job und Familie sowie eine Modernisierung der Arbeitslosenversicherung.

AK-Präsidentin: Politischer Wille notwendig

Für eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Privatleben bräuchten Frauen Rahmenbedingungen, die ihnen Vollzeitarbeit ermöglichen und auch eine Einkommensgerechtigkeit. Viele Vorschläge lägen auf dem Tisch, jetzt brauche es noch den politischen Willen, so die AK-Chefin.

Hilfe für Arbeitssuchende

Bei der geforderten Modernisierung der Arbeitslosenversicherung müsse die Unterstützung arbeitsuchender Menschen im Vordergrund stehen, "nicht strafen und pauschal verunglimpfen". Die Arbeitslosenversicherung müsse tatsächlich vor Armut schützen, gezielt vermitteln und qualifizieren. Dafür brauche das AMS ausreichend Personal. "Und ich erwarte mir vor allem mehr Fairness, wenn es um Missbrauch der Arbeitslosenversicherung durch Betriebe geht - das ungestrafte Zwischenparken von Arbeitnehmern beim AMS muss aufhören", fordert Anderl. Gerne stehe sie für konstruktive Gespräche im Rahmen der Sozialpartnerschaft und mit der Bundesregierung bereit.

(APA/Red)

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