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Arbeitslosigkeit laut Statistik Austria im dritten Quartal gestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich nochmals gestiegen.
Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich nochmals gestiegen. ©Bilderbox (Sujet)
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist laut Statistik Austria im dritten Quartal 2014 im Vorjahresvergleich gestiegen. Demnach waren 222.300 Personen ohne Job, die Arbeitslosenquote lag mit 5,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 4,8 Prozent. Da die Statistik Austria eine internationale Methode verwendet kommt sie auf andere Zahlen als das AMS.

Im dritten Quartal stieg die Arbeitslosenquote der Männer im Vorjahresvergleich von 4,7 auf 5,3 Prozent, jene der Frauen hingegen verringerte sich von 4,9 auf 4,6 Prozent. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit betraf meist 25- bis 34-Jährige, Akademiker oder Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit.

Erwerbstätigkeit ebenfalls gestiegen

Gestiegen ist allerdings auch die Erwerbstätigkeit, wie Statistik Austria am Donnerstag in einem Bericht veröffentlich. Demnach waren im dritten Quartal 4,263.400 Personen erwerbstätig, im Jahresabstand um 32.700 mehr. Dies ist laut Statistik Austria auf ein deutliches Plus bei älteren Erwerbstätigen (55 Jahre und älter: +45.600) zurückzuführen. Weiter gestiegen ist die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen (+38.700), während die Zahl der Vollzeiterwerbstätigen geringfügig zurückging. Das Plus bei den Erwerbstätigen im Vergleich zum 3. Quartal 2013 teilte sich auf Unselbstständige (+12.100), Selbstständige (+12.800) und Mithelfende (+7.800) und betraf Frauen und Männer etwa gleich stark.

Zuwachs bei freien Jobs

Bei den freien Jobs wurde ebenfalls ein Zuwachs registriert. Insgesamt wurden 66.200 offene Stellen im dritten Quartal gemeldet, etwas mehr als im Vorjahresquartal mit 60.900. Insgesamt blieb der Anteil der Erwerbstätigen an der Wohnbevölkerung im Haupterwerbsalter (15 bis 64 Jahre) mit 73,4 Prozent im Jahresvergleich nahezu unverändert.

Unter den Erwerbstätigen sind immer mehr Personen mit höheren Bildungsabschlüssen, die Zahl jener mit Pflichtschulabschluss ist weiter gesunken. Obwohl 30.200 Personen mehr mit Universitätsabschluss erwerbstätig waren, hat sich der Anteil der Erwerbstätigen unter den Akademikern von 86,3 auf 84,8 Prozent verringert. Damit lag die Akademiker-Erwerbstätigenquote aber immer noch deutlich höher als bei allen anderen Bildungsstufen, so die Statistik Austria.

Anstieg bei Teilzeitquoten

Die Teilzeitquote ist von 26,2 auf 26,9 Prozent gestiegen. Bei Frauen liegt die Teilzeitquote bei 45,7 Prozent, bei Männern nur bei 10,4 Prozent. 1,145.400 Erwerbstätige arbeiteten im 3. Quartal 2014 in Teilzeit, 3,118.000 in Vollzeit. Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten um 38.700, während um 6.000 weniger Personen in Vollzeit beschäftigt waren.

Internationale Methode

Die Daten stammen aus der “Europäischen Arbeitskräfteerhebung”, die in Österreich im Rahmen des Mikrozensus durchgeführt wird. Dabei werden Haushalte stichprobenartig befragt. Als erwerbstätig gelten Personen, die in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet haben oder die wegen Urlaubs, Krankheit usw. nicht gearbeitet haben, aber normalerweise einer Beschäftigung nachgehen. Als arbeitslos gelten Personen, die nicht erwerbstätig sind, innerhalb der nächsten beiden Wochen eine Arbeit aufnehmen können und während der vier vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben.

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