Arbeitslosigkeit im Oktober um 7 Prozent gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober um 7 % gesunken.
Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober um 7 % gesunken. ©pixabay.com (Symbolbild)
Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober um 7% gesunken. Vor allem im Bereich Bau gingen die Zahlen der Arbeitslosen zurück.

Die Arbeitslosigkeit ist weiter rückläufig. Im Oktober waren 365.553 Personen auf Jobsuche, davon 69.317 in Schulung. Das ist im Jahresvergleich ein Rückgang um sieben Prozent. Gleichzeitig legte die Zahl der Beschäftigten um 2,1 Prozent auf rund 3.766.000 Personen zu.

Arbeitslosigkeit sinkt in allen Bundesländern

Alle Bundesländer verzeichnen weiterhin sinkende Arbeitslosigkeit. Die größten Rückgänge gab es in Oberösterreich und der Steiermark. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag bei 7,3 Prozent, das ist ein Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Oktober 2017.

Arbeitslosigkeit im Oktober.
Arbeitslosigkeit im Oktober. ©APA

Das größte Minus gab es am Bau, unterdurchschnittlich war der Rückgang im Tourismus und bei Zeitarbeitsfirmen. Überdurchschnittlich stark rückläufig waren die Zahlen bei Langzeitarbeitslosen (minus 16,3 Prozent) und Jugendlichen (minus 9,7 Prozent). Die geringsten Rückgänge der Arbeitslosigkeit verzeichneten ältere Arbeitslose (minus 2,8 Prozent), gesundheitlich Beeinträchtigte (minus 2,3 Prozent) und Ausländer (minus 0,8 Prozent).

Wien mit zu wenigen offenen Lehrstellen

Die Lehrstellenlücke lag im Vormonat bei 274 Lehrstellen, das ist ein Rückgang von 1.091 Stellen. Ohne die Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung standen den 6.873 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden nur 6.599 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In Oberösterreich und Tirol stehen jedem sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden rund drei sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In Wien hingegen stehen einer offenen Lehrstelle sieben Lehrstellensuchende gegenüber.

Zu den heute präsentierten Zahlen meinte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ): “Anhand des Rückgangs der Arbeitslosenquote sieht man, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.”

Insbesondere bei Ausländern, Frauen, Älteren und Personen mit Beeinträchtigung kommt die Hochkonjunktur nicht im vollen Umfang an. Und nach wie vor gibt es mehr Lehrstellensuchende als Lehrstellen. Gleichzeitig legte aber die Beschäftigung insgesamt um rund 77.000 Menschen zu.

Stark rückläufig die Zahlen bei Langzeitarbeitslosen

Alle Bundesländer verzeichnen weiterhin sinkende Arbeitslosigkeit. Die größten Rückgänge gab es in Oberösterreich und der Steiermark. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag bei 7,3 Prozent, das ist ein Rückgang von 0,6 Prozentpunkten.

Überdurchschnittlich stark rückläufig waren die Zahlen bei Langzeitarbeitslosen (minus 16,3 Prozent) und Jugendlichen (minus 9,7 Prozent). Die geringsten Rückgänge der Arbeitslosigkeit verzeichneten ältere Arbeitslose (minus 2,8 Prozent), gesundheitlich Beeinträchtigte (minus 2,3 Prozent) und Ausländer (minus 0,8 Prozent).

Die Lehrstellenlücke lag im Vormonat bei 274 Lehrstellen, das ist ein Rückgang von 1.091 Stellen. Ohne die Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung standen den 6.873 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden nur 6.599 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In Oberösterreich und Tirol stehen jedem sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden rund drei sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In Wien hingegen stehen einer offenen Lehrstelle sieben Lehrstellensuchende gegenüber.

Zahl der arbeitslosen Jugendlichen steigt in Wien

Dies führt AMS-Vorstand Herbert Buchinger auf zwei Faktoren zurück: Während in den Bundesländern die Zahl der Jugendlichen rückläufig sei, steige sie in Wien. Dazu komme, dass der produzierende Sektor als wichtigster Lehrlingsausbilder seit geraumer Zeit aus Wien ins Umland abwandert. Dass es gerade der produzierende Bereich ist, der Jobs schafft, merke man auch daran, dass die Arbeitslosigkeit bei Männern (minus 8,5 Prozent) deutlich stärker zurückgeht als bei Frauen (minus 3,5 Prozent).

Dass es trotz stark rückläufiger Arbeitslosigkeit bei Ausländern eine Stagnation gibt, erklärt Buchinger damit, dass nun die Asylverfahren nach dem großen Andrang der vergangenen Jahre abgeschlossen seien und damit eben mehr Ausländer auf den Arbeitsmarkt kämen.

Zu den heute präsentierten Zahlen hielt Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) fest: “Anhand des Rückgangs der Arbeitslosenquote sieht man, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.”

NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker meinte heute, die gute Arbeitsmarktlage biete “eine günstige Gelegenheit, hier die Zumutbarkeitsbestimmungen in der Arbeitslosenversicherung strenger zu fassen”.

Muchitsch (SPÖ) fordert trotz allem Einführung der “Aktion 20.000”

Für SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch ist die sinkende Arbeitslosigkeit auch ein Erfolg der SPÖ/ÖVP-Vorgängerregierung. “Die schwarz-blaue Regierung profitiert immer noch davon, dass die Vorgängerregierung sehr viel richtig gemacht hat”, so Muchitsch. Dieser Erfolg sei aber gefährdet, “weil Schwarz-Blau die Mittel für Arbeitsuchende um eine halbe Milliarde Euro gekürzt hat”. Er fordert, dass die “Aktion 20.000” für ältere Arbeitslose sofort wieder eingeführt wird.

“Die aktuelle Auswertung des AMS zeigt nun, dass es von den 100.000 Arbeitssuchenden über 50 Jahre nur für rund 6.000 eine Schulung vom AMS gibt, weil die Regierung die Beschäftigungsaktion 20.000 gestrichen hat”, so Muchitsch. Er spricht sich dagegen aus, dass die jetzige Regierung “tausende Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten holt, und die Arbeitslosen in Österreich, Inländer und Ausländer gleichermaßen, im Regen stehen lässt”.

Fachkräftemangel in Westösterreich

Die Wirtschaftskammer wiederum nahm die heute präsentierte Arbeitslosenstatistik für den Oktober zum Anlass, auf den Fachkräftemangel in Westösterreich hinzuweisen. Hier müssten mehr Initiativen gesetzt werden um die räumliche Flexibilität der Arbeitssuchenden zu fördern. Besonders ausgeprägt sei das Ost-West-Gefälle am Lehrstellenmarkt. “So kommen etwa in Wien auf eine offene Lehrstelle für einen Metall- und Elektroberuf 13 Lehrstellensuchende, in Oberösterreich ist es komplett anders, ein Lehrstellensuchender kann zwischen mehr als 5 Lehrstellen wählen, die er sofort antreten könnte”, so WKÖ-Arbeitsmarktexperte Martin Gleitsmann.

Der ÖGB forderte heute mehr Anstrengungen zur Qualifizierung von Arbeitssuchenden ein. “Nur so kann es gelingen, diejenigen wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen, die jetzt trotz Hochkonjunktur keine Arbeit finden”, betonte Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.

(APA/Red)

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