Arbeitslosigkeit im Juni 2014 in Wien um 15 Prozent gestiegen

In Wien ist die Situation laut AMS "äußerst unerfreulich".
In Wien ist die Situation laut AMS "äußerst unerfreulich". ©APA
99.442 Menschen waren im Juni beim Wiener AMS als arbeitssuchend gemeldet - im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Anstieg um 21,3 Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl der Schulungsteilnehmer um zwei Prozent auf 30.096 gesunken. Unterm Strich waren somit per Ende Juni um 15 Prozent mehr Personen ohne Job als noch vor einem Jahr.
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Besonders betroffen waren ältere Menschen: Bei den Über-50-Jährigen lag das Plus bei 25,8 Prozent. Um hier gegenzusteuern, hat das Arbeitsmarktservice die Förderungen noch einmal erhöht. Man übernehme nun bei der entsprechenden Altersgruppe im Fall einer Neuanstellung drei Monate lang die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten, sofern die Person länger als ein halbes Jahr auf Arbeitssuche war, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

Situation in Wien “äußerst unerfreulich”

Die Wiener AMS-Chefin Petra Draxl hält die derzeitige Situation generell für “äußerst unerfreulich”: Das Wirtschaftswachstum sei immer noch zu gering, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzubremsen. Letzte Prognosen “lassen eine spürbare Erholung auch im zweiten Halbjahr nicht erwarten”, zeigte sich die Geschäftsführerin realistisch.

Arbeitslosigkeit im Juni gestiegen

Was den Juni betrifft, traf es vor allem die Baubranche hart. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent. Der Einzelhandel, die Hotellerie sowie die Gastronomie mussten ebenfalls ein Plus von knapp unter 20 Prozent hinnehmen. (APA)

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