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Arbeitslosenrate: 361.202 Menschen im April auf Jobsuche

361.202 Menschen waren im April auf Jobsuche.
361.202 Menschen waren im April auf Jobsuche. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Im April ist die heimische Arbeitslosenrate auf 7,3 Prozent gesunken. Insgesamt waren 361.202 Menschen auf Jobsuche.

Die heimische Arbeitslosenrate ist im April um 0,4 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent gesunken. 361.202 Menschen waren auf Jobsuche, darunter 296.275 Arbeitslose und 64.927 Menschen in Schulung. Während die Zahl der Arbeitslosen um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken ist, nahmen die Schulungen um 14,1 Prozent ab, geht aus Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Arbeitssuchende: In Wien ist die Arbeitslosigkeit am wenigsten zurückgegangen

Der Rückgang der Arbeitssuchenden war bei Männern wesentlich stärker als bei Frauen. Ende April standen 187.509 arbeitssuchenden Männern 173.693 arbeitssuchende Frauen gegenüber. Die Arbeitslosigkeit ist in allen Branchen und in allen Bundesländern zurückgegangen, am wenigsten in Wien (-0,5 Prozent), am stärksten in Tirol (-12,5 Prozent). Bei Ausländern bzw. Ausländerinnen war allerdings ein Anstieg um 1,7 Prozent zu verzeichnen. Auch ältere Menschen konnten von der Situation nicht profitieren, hier gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0,6 Prozent, während die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen um 8,2 Prozent sank.

Auch Akademiker verzeichneten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, während alle anderen Ausbildungsgruppen Rückgänge verbuchten. Behindertenfreundlicher wurde Österreich auch nicht: Im Gegensatz zur allgemeine Entspannung der Lage kam es bei Personen mit Behinderung und bei Personen mit sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen zu einem Anstieg der Arbeitslosenrate. Dafür gab es weniger Langzeitarbeitslose als im April des Vorjahres.

Arbeitslosigkeit April
Arbeitslosigkeit April ©APA

Bei den Schulungen gab es vor allem bei Ausländern einen starken Rückgang um ein Fünftel, während die Schulungen für Inländer um knapp zehn Prozent fielen. Nimmt man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammen, so ging die Zahl der Beschäftigungslosen um 6,1 Prozent zurück.

Rund 360.000 Arbeitslose: 80.000 Stellen offen

Den rund 360.000 Menschen auf Jobsuche standen 80.000 sofort verfügbare Stellen gegenüber, um 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. 5.400 aktuell eine Lehrstelle Suchenden standen 6.000 sofort verfügbare Stellen gegenüber.

Nach EU-Berechnung betrug die Arbeitslosenrate 4,8 Prozent, das ist zwar besser als der EU-Schnitt von 6,4 Prozent, bedeutet aber nur Rang 12 in der Union, wobei da nur März-Zahlen verfügbar sind.

Rückgang in Wien betrug im April 5,2 Prozent

Gute Nachrichten aus Wien: Wie schon in den Monaten davor, ist die Arbeitslosigkeit im April zurückgegangen. Es waren 114.385 Personen und damit um 0,5 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2018 als arbeitslos vorgemerkt. Gleichzeitig sank die Zahl der Schulungsteilnehmer um 21,4 Prozent auf 26.034. In Summe waren laut AMS somit um 5,2 Prozent weniger Wiener ohne Job als vor einem Jahr.Nach Altersgruppen betrachtet, zeichnete das AMS Wien in einer Aussendung am Donnerstag folgendes Bild: Bei den Unter-25-Jährigen wurde ein Rückgang von 5,7 Prozent verzeichnet, bei den Über-50-Jährigen ein Plus von 3,1 Prozent.

Sieht man sich die Branchen näher an, so ist das Minus in der Baubranche am größten – es betrug 10,8 Prozent. Im Einzelhandel gab es einen Rückgang von 2,3 Prozent, in der Warenproduktion von 1,5 Prozent und im Bereich Hotellerie/Gastronomie von 0,4 Prozent. Derzeit sind in Wien 13.074 offene Stellen gemeldet.

Die vorläufige Arbeitslosenquote betrug im April 11,7 Prozent, hieß es weiters auf APA-Nachfrage. Das ist ein Minus von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahres-April.

Das AMS Wien warb in der Aussendung außerdem für zwei neue Standorte. Kürzlich hat in der Jägerstraße eine Geschäftsstelle eröffnet, im Herbst folgt eine weitere im Nordbahnhofviertel.

(APA/Red)

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